Mutter Courage und ihre Kinder- Bertold Brecht Cilia Groothuis fa.groothuis@introweb.nl Autor Bertolt Brecht wurde 1898 in Augsburg geboren. Nach seinem Abitur de Realgymnasiums 1917 begann er in Mnchen das Studium der Medizin. Dieses Studium máte er aber schon frh abbrechen, weil er Anfang 1918 als Sanit„ter in Augsburg seinen Milit„rdienst erfllen muáte 1918 debutierte Brecht mit dem Drama "Baal". Danach schrieb er das Drama "Sparta- kus"(sp„terer Titel: "Trommeln in der Nacht") 1924 zog Brecht nach Berlin um dort ln Dramaturg zu arbeiten. In den Jahren 1919-1933 schrieb er sehr viel, z.B. "Lyrische Hauspostille" (1929, Gedichtenbundel), "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny", und "Anmerkungen zur Oper Mahagonny" (1928) und "Die heilige Johanna der Schlachth”fe"(1930). 1933 entfloh Brecht, ein Tag nach den Buchverbrennungen, sein Vaterland um In Exil zu Leben. Zuerst zog er in die Schweiz, sp„ter wohnte er aber auch noch in Skandinavien, in der UdSSR und schieálich in der USA. In diesen Jahren entstanden Werke wie z.B. "Furcht und Elend des dritten Reiches"(1938), "Mutter Courage und ihre Kinder"(1939), Der gute Mensch von Sezuan" (1942) und "Der kaukasische Kreidenkris"(1945), Bcher, in denen Brecht seine ersten Erfahrungen mit dem durch den Krieg verursachten Elend verarbeitete und in denen er schrieb ber die Verzweiflung die er im Lazarett erfahren hatte. "Leben des Galilei" wurde 1938/1939 in D„nemark geschrieben. 1947 zog Brecht wieder nach Europa und besch„ftigte sich mit der Ausfhrung seiner Werke. Er starb 1956 in Berlin. Das Drama "Mutter Courage und ihre Kinder" ist 1938/1939 geschrieben worden und am 19. April 1941 am Schauspielhaus Zurich uraufgefhrt. Das Spiel geh”rt zur Dramatik. Das Drama ist eingeteilt in 12 Bilder durchsetzt mit Songs die Paul Dessau vertonte ("Das Lied der Mutter Courage" und ihr "Lied von der groáen Kapitulation") Der Inhalt der n„chsten Szene wird immer im voraus mitgeteilt um die Spannung wegzunehmen da Brecht sich einen aktiven Beobachter wnschte und keinen passieven Zuschauer. Das nannte Brecht "Verfremdungseffekte; auch geh”rten dazu der Gebrauch von Projektionen und ”rtliche Verfremdung. (er w„hlte z.B. China oder den Kaukasus zum Ort de Handlung) Brechts "Episches Theater" wollte nicht als Ziel haben der Zuschauer in eine Sheinwelt zu entfhren sonden auf der Bhne die gesellschaftlichen Lagen so darzustellen daá sie imstande sind die Gesellschaft zu beeinflussen. Handlung Mutter Couragen (oder Anna Fierling) zieht im dreiáigjahrigen Krieg mit ihrem Marketenderwagen rund in Schweden, Polen und Nord-Deutschland. Sie hat drei Kinder: zwei S”hne (Elif und Schweizerkas) und eine stumme Tochter (Kattrin). Elif, ihr „ltester Sohn, wird in Schweden von einem Werber fr den Kriegsdienst ausgespannt w„hrend seine Mutter besch„ftigt is mit ihrem Handel. Einige Jahre sp„ter trifft sie ihn wieder in Polen. Er wird gerade ausgezeichnet fr einen Streich gegen die Bauern. Seine Mutter belohnt sein Heldentum mit einer Ohrfeige weil er sich unn”tig der Gefahr ausgesetzt hat. Auch Schweizerkas wandert zum Milit„r aber wird Zahlmeister wegen seiner Redlichkeit und htet die Regimentskasse. Sein Lager wird aber erobert von die katholischen, weil er nicht sagen will wo er die Regimentskasse hat. Seine Mutter will sein Leben durch Bestechung retten. Sie versucht ihren Wagen zu verpanden um das L”segeld zahlen zu k”nnen. Sie feilscht aber so lange bis Schweizerkas erschossen worden ist. Sie leugnet die Leiche ihres eigenen Sohnes zu kennen um sich und ihre Tochter zu retten. Ein protestanischer Eeldprediger versteckt sich bei Mutter Courage und wird ihr Gehilfe und Vereher. Sie lehnt seine Antr„ge aber ab weil "Frieden auszubrechen droht und deshalb die Zeiten zu schlecht zum heiraten sind." Kattrin wird berfallen und blutiggeschlagen. Ihr Mutter verflucht den Krieg. Weil Gustav Adolf f„llt und die Friedensnachricht eintrifft frchtet Mutter Corage mit uhrer Ware sitzen zu bleiben und sturtzt sich in die Gesch„fte. W„hrend sie ihre Waren auf dem Markt verkauft wird auch ihr zweiter Sohn dem Krieg zum Opfer. Er ist wie blich eingebrochen und hat dabei eine Bauernsfrau umgebracht, aber das kostet ihm den Kopf weil es Frieden ist. Mutter Courage kommt zurck und bringt die Freudenbotschaft daá der Krieg weitergeht. Der Feldprediger verl„át Mutter Courage aber seine Stelle wird eingenommen von einem Koch. Der Koch versucht sie zu berreden Kattrin zurckzulassen und mit ihm eine neue Existenz in Holland zu schaffen. Sie weigert aber und auch der Koch verl„át sie. 1636 sind Mutter Courage und Kattrin n„he der Stadt Halle. Kattrin vernimmt daá Kaiserliche Truppen die schlafende Stadt berfallen wollen. Sie hat Mitleid mit den Kindern dieser Stadt und klettert mit einer Trommel auf ein Dach eines Hauses. Sie warnt die Stadt mit ihren Trommelsl„gen aber Kattrin wird erschossen. Mutter Courage zieht allein weiter in der Hoffnung Eilif zu finden von dessen Tod sie nichts weiá. Sie sagt:" Ich muá wieder in den Handel kommen." Eigene Meinung Dieses Drama war sehr leicht zu lesen, u.a. durch die Erl„uterung die im voraus bei jeder Szene gegeben wurde. Obwohl es eine traurige Geschichte war fand ich sie sch”n. Ich fand daá Brecht sehr deutlich betonte daá besonders einfache und unschuldige Menschen dem Krieg zum Opfer werden. Mutter Courage heiát eigentlich Anna Fierling. Nachdem sie in Riga mit 50 Brote durch das Feuer der Kanonen gezogen ist wird sie Mutter Courage genannt. Sie wird einmal von dem Feldprediger eine "Hyane des Schlachtfeldes" genannt. Auch ihr Sluásatz "ich muá wieder in den Handel kommen" macht es sehr deutlich. Mutter Courage lebt von dem Krieg, aber das Leben als Mutter und zur gleichen Zeit als Marketenderin geht nicht zusammen weil sie immer an ihre Gesch„fte denkt verliert sie ihre Kinder. Mutter Courage sieht daá den Krieg nicht aus Frommheit, sondern aus Habsucht gefhrt wird; es ist ihr auch egal ob sie mit Protestanten oder Katholieken handelt. Mutter Courage lernt nicht von dem Schrecken des Krieges denn durch ihre Habsucht f”rdert sie den Krieg, der ihr ihre Kinder k”stet. Elif ist ein sehr khner Junge. Seine Khnheit wird ihm auch zum Opfer. Er ist der „lteste Sohn. Schweizerkas (oder Fejos) ist dumm darum hat seine Mutter ihm Redlichkeit beigebracht. Seine Redlichkeit wird ihm zum Opfer. Kattrin ist auch dumm. Weil sie selbst stumm ist fhlt sie Mitleid fr hilflose Kreaturen z.B. Kinder. Auch sie wird von ihrer Tugend zum Tode geschrieben.