Warnung: Folgende Zusamenfassung drfte noch einige Fehler enthalten. Es ist denn auch empfehlenswert den Text noch einmal sorgfltig zu berprfen. Ton Velzeboer, Moderator von Primeur-Lijn und Deutschlehrer. ____________________________________________________________ Der fromme Tanz 7 Prolog; Ein junger Mensch schreibt einen Brief in einem Hotelzimmer. Es war gegen die Abend. Ein paar Photographien standen im Hinter- grunde des Schreibtisch. Es war zu dunkel um zu sehen was sie darstellen. Er schrieb jetzt sehr eifrig, aber was er schrieb ist unbekannt. 9 I.Abschnitt; Andreas Magnus lebte im Hause seines Vaters. Eines Nachts hatte er einen Traum. Er trumte, da er mit seinem letzten Geld eine Rosenkranzkette kaufte. Er dachte, da er im Himmel war. Eine Frau sa am Wegsaum. Er wollte ihr die Kette geben, aber sie wollte die Kette nicht annehmen. Sie sagte: "Noch nicht". Und da wachte Andreas auf. Den folgenden Morgen sah er sich sein Zimmer an. Er kannte es schon seit Jahren. Er dachte an seine Pubertt. Seine Mutter war tot. Andreas war Maler. Er stand auf und ging zum Badezimmer. Er war vierzehn Jahre alt. Es war ziemlich spt geworden. Marie Therse, seine junge Schwester, war schon wieder zurck von der Schule. Ihr Freund Peter war bei ihr. Vater hatte diesen Tag Geburtstag, er wurde 51. Er gratulierte seinen Vater und ging nach oben. Jetzt mu er arbeiten. Er hatte schon einige Ideen. Heute zu Abend kamen einige Leute bei ihnen essen. Frank Bischof, einen guten Freund seines Vaters, er war auch Maler. Seine Tochter Ursula Bischof kam mit ihm, auch die Schwester Andreas Vater kam heute Abend. Andreas Vater war ein pensionierten Doktor. Nach dem Essen hielt Frank Bischof eine Tischrede. Andreas Vater heite Georg Paul. Die Rede war ein bichen traurig. Andreas Vater wollte ein wenig mit Ursula tanzen. Nach eine Weile fragte Andreas Ursula nach oben zu kommen, er wollte ihr etwas zeigen. Er kennte Ursula schon lange, er war mit ihr aufgewachsen. Sie fand das Bild verwirrt und ihr Urteil war hart. Nachts betrat Andreas ganz sachte das Schlafzimmer Marie Therse. Er wollte Abscheid nehmen. Er schrieb auch zwei Briefe. Er schrieb einen Brief an seinem Vater und einen Brief an Ursula Bischof. Er ging wieder zurck nach Marie Therse. Er erzhlte ihr, da er pltzlich verreisen mute. Wenn Ursula Bischof den Brief fand, hatte sie geweint. Auch Andreas Vater fand den Abscheidsbrief. Er hatte noch Geld fr die erste Zeit. 37 II.Abschnitt; Andreas ging mit dem Zug nach Berlin. Es war schon Abend. Ein Chauffeur hatte ein Zimmer fr ihn. Er mute zehn Mark an- zahlen. Die Tochter wollte ihm helfen, aber er war sehr mde. Er schlief gleich ein. Sein Schlaf war unruhig. Wenn er wieder aufwachte war er ganz rot, es gab Wanzen im Bett. Die ganze Familie meinte, da die Wanzen von ihm kamen. Er verlie das Haus. Er ging zum Friseur, aber da erlebte er auch wenig Gutes. Er ging in eine Speisekeller, da Abenteuer so schlimm sein muten. Eine Gast kam auf ihm zu. Sie hie Frulein Franziska. Sie wohnte im Pension Meyerstein. Er ging auch dahin. Es gab noch ein Zimmer. In kurzem, sachlichem Abri erzhlte ihm Frulein Franziska von jedem anderem Gast das Notwendigste. Franziska und Paul arbei- teten am Kabarett. Alle nahmen das Abendessen gemeinsam mit Frau Meyerstein. Frulein Barbara sollte noch 40 Mark zahlen anders sollte Barbara das Pension verlassen. Alle waren geschrocken. Nach eine Weile redeten die Erwachsenen ber Literatur. Nach dem Abendtisch ging Andreas mit Franziska und Paulchen ins Kabarett. Er war sehr mde und sah nicht viel mehr. Franziska betrat die Bhe. Franziska und Paulchen wollten jetzt noch ausgehen, aber Andreas war zu Mde. Andreas war ein bichen krank, aber Witwe Meyerstein verlangte Geld. Henriette bekam seine Freundin. Frulein Franziska hatte ein Idee, Andreas sollte auch ins Kabarett gehen. Sie wollte da er mit ihr einen Duet sang in der "Pftze". Frau Zeiserich schtzte ihn nicht hoch ein, aber er knnte mitspielen. Er bte sehr eifrig mit Franziska. Jetzt sollte er zum ersten Mal auftreten. Jeder fand es sehr gut. Wenn er wieder zu Hause kam, bekam er ein Kaktee von Henrit- te. Nach der zweiten Vorstellung kam Herr Dorfbaum auf ihm zu. Er meinte, da Andreas wunderschn gesungen hatte. Andreas fand Berlin sehr gro, sicher wenn es nach war. Andreas, Franziska und Paulchen gingen nach die Vorstellungen immer aus. In die Lokale sprachen sie ber ihrer Not. Andreas liebte das Lokal "Papa- diesgrtlein". Da begegnete Andreas Boris. Boris hatte berhaupt kein Zimmer, er lebte auf der Strae. Andreas gab sein Freund Boris immer Geld. Nach dem Vorstellungen kamen immer Herrn auf Andreas zu. Ein kerl kam mal. Der Kerl hatte einen Verein fr junge Menschen gegrndet. Der Mann meinte, da Kunst einmal nebenschlich werden soll. Aber Andreas wollte nicht mitgehen. Eines Vormittags gab es ein Wortwechsel auf dem Korridor des Pensions zwichen Frulein Barbara und ein Herr. Der Herr war Barbaras Adoptivvater. Er wollte sie wieder nach Hause bringen, aber Barbara wollte nicht mitgehen. Sie war zu gro und zu stark fr ihn. Glcklich war die Witwe nicht zu Hause. Franziska und Andreas wollten sich mal erholen. Sie gingen den selben Tag mit dem Zug nach eine Freundin von Franziska. Die Freundin wohnte in Mitteldeutschland. 79 III.Abschnitt; Ihre Freundin, die Hofrterin Gartner, bewohnte ein altes Stift. Franziska war mit Gertrud schon jahrelang innig be- freundet. Die Hofrterin wollte Niels adoptieren. Niels war ebenso alt wie Andreas. Andreas Zimmer war klein, aber sehr schn. Er hatte die Aussicht ber den Flu. Sie tranken gemeinsam Tee. Auch der Hausleherer von Niels, Doktor Zuberlin, war da. Die Hofrterin erzhlte, da Niels immer drauen war. Niels rief sie. Franziska und Andreas betrachteten den Park. Andreas fand es sehr schn. Abends gingen sie essen. Der Lehrer erzhlte einige Geschichte. Andreas ging nach Franziska. Franziska knnte auch nicht schlafen. Sie gingen im Park promenieren. Sie hrten Stimme. Niels sagte, da er nicht lnger da bleiben wollte. Er hatte keinen Sinn ihr Versuchsobjekt in pdagogischen Problemen zu sein. Die Hofrterin wollte es nicht, aber Niels wollte noch immer mit Franziska und Andreas nach Berlin. Den nchsten Morgen kam Doktor Zuberlin nach Andreas. Er sagte, da die Hofrterin nicht ganz gesund war und da sie Andreas und Franziska bat, so bald wie mglich wieder nach Berlin zu reisen. Den selben Tag waren sie wieder in Berlin und den nchsten Nachmittage geleitete Henriette Niels herein. Auen regnete es und Niels war ganz na. Auch Barbara und die andere Leute kannten Niels gut. Barbara war noch immer in Sorge. Ihr Vater knnte sie von der Korrek- tionspolizei eines Tages abholen lassen. Wenn das Programm der "Pftze" erledigt war, beschlossen sie in den Luna-Park zu gehen. Sie fuhren alle drei mal Ach- ter-Bahn. Eines Abends gab es in Andreas Pensionszimmer musik. Franziska und Niels tanzten einen Tango. Andreas und Paulchen auch, aber es ging nicht sehr gut. Niels und Franziska liebten einander... Den nchsten Morgen kam Barbara. Sie wollte sich nmlich verabschieden. Paulchen schlief, aber sie sagte ihm auf Wiedersehen. Sie reiste ab, weil ihr Vater die Korrektionspolizei ihr auf den Hals schicken wrde. Ein paar Tage spter wurde Niels pltzlich krank. Andreas erzhlte Niels eine Geschichte, aber es war sein Geheimnis. Er liebte Niels und Niels liebte Andreas auch. Er erzhlte den Schlafenden die ganze Geschichte seines Lebens. Niels war Andreas Traum. Einige Tage spter brauchte Niels 300 Mark. Andreas hatte Doktor Dorfbaum allerdings schon zu oft in Anspruch genommen, aber er wollte es probieren. Wenn Andreas nach der Vorstellung wieder zurck in seiner Garderobe kam hrte er Stimme. Niels sagte, da er jedermann, der ihn haben mchte, heirate. Franziska hatte auch alles gehrt. Andreas sagte Niels die Wahrheit. Er meinte, da Niels ein Abgrund an Egoismus und Unmoral war, ohne Herz und ohne Verstand. Aber jetzt mute Andreas noch zu Doktor Dorfbaum. Er brauchte 300 Mark. Am nchsten Morgen kam Henriette auf ihm zu. Sie erzhlte, da Niels gestern abend noch abgereist war. Sie wute nicht wohin. Um diese Zeit begann Andreas wieder zu arbeiten. Er hatte ein Zeichenblock und skizzierte. Franziska war auch dabei. Sie erzhlte Andreas aus ihrem Leben. Dauernd den Ersten Weltkrieg sind ihre Eltern und ihr Bruder gestorben. Sie war ganz allein auf den Welt. Sie meinte, da Andreas sie nicht lieben knnte, weil er homosexuelle war. 113 IV.Abschnitt; Doktor Dorfbaum und Andreas saen an ihr Tischchen im "Paradiesgrtlein". Andreas sagte, er brauchte Geld. Doktor Dorfbaum kaufte sein Bild fr ein viel zu hhe Preis. Jemand, "Rosenblttchen", wute, wohin Niels gegangen war. Dr. Dorfbaum gab ihm fnfzehn Mark und er er- zhlte, da Niels nach Hamburg gereist war und da arbeitete in einem kleinen Etablis- sement auf der Reeperbahn. Andreas und Dr. Dorfbaum wollten Niels in Hamburg besuchen. Andreas sagte alle Leute auf Wiedersehen. Paulchen weinte. Sie kamen ins Lokal in Hamburg. Niels war nicht mehr da. Ein kleines Mdchen wute, da Niels sich mit einem Herr angefreudet hatte. Der Herr heite Baron Pritzle- witz. Das kleine Mdchen zeigte den Herren Sankt Pauli, ein Hafenviertel. Am nchsten Morgen reisten Andreas und Dr. Dorfbaum wieder ab mit dem Zug. In der rheinischen Stadt war Niels auch nicht mehr zu finden. Auch Baron Pritzlewitz wute nicht wo Niels war. Im Hotelzimmer verabschiedeten sich Doktor Dorfbaum und Andreas. Dr. Dorfbaum mute wieder nach Berlin zurck. Andreas bekam eine Karte von Paulchen. Paulchen wute nicht, was er tun sollte ohne Andreas. Um diese Zeit begann Andreas wieder viel zu lesen. Er las Geschichte die von Gott handelten. Er las auch Bcher die nur von Krper handelten. Als Achtzehnjrigen war er schon ermdet vom Leben und reisen. Er liebte am liebsten die Dich- ter Hermann Bang, Paul Verlaine und Oscar Wilde. Paulchen kam. Andreas fand es sehr nett. Frulein Franziska litt dauernd an Geldmangel. Paulchen knnte nicht lesen, Bcher machten ihm nervs. Paulchen liebte Andreas, weil er so hbsch war. Paulchen tanzte jetzt nicht mehr. Wenn Paulchen er weg ging, hrte Andreas den scharfen Laut Paulchens Revolvers im Korridor. Andreas trumte von zu Hause, heimkehren drfen. Er las einen Brief von Niels. Andreas wollte Niels besuchen in Paris. Andreas schrieb seinem Vater einen Brief. Andreas ging weg und gleichzeitig kam Franziska. Sie bekam ein Kind von Niels. Sie fuhren zusammen im Auto zum Flugplatz hinaus. Andreas und Franziska meinten, da es ihr Kind war. 137 V.Abschnitt; Andreas ging mit einem Taxi zur Rue Lepic, wo Niels wohnte. Niels wohnte bei einer Bildhauerin, Gert Hollstrm. Sie ver- abredeten fr den abend um neun Uhr am Portal. In einer kleinen Bude kaufte Andreas einen schwarzen Rosenkranzkette. Die Kette war ziemlich teuer. Es war schon dunkel. Gert Hollstrm, Niels und Andreas Magnus begrten sich vor dem Ballhause. Das Knstlerfest hie "Clo-Clo-Clo". Es gab sehr viele Leute, auch auslndische Leute. Niels wurde verehrt, aber er stand auf. Er meinte, sie waren alle verrckt. Niels und Gert Hollstrm hatten ein Wortwechsel. Gert schickte Niels aus ihrem Haus. Sie schlugen auf einander ein. Gert Hollstrm wurde ernstig verletzt. Andreas und Niels gingen nach auen. Andreas erzhl- te Niels, da Franziska ein Kind von ihm bekam. Sie gingen zu die Hallen. Den nchsten Tag gab es da Markt. Andreas kaufte Blten fr Niels. Andreas knnte Niels nicht mehr finden. Er ging wieder zurck nach seinem kleinen Hotelzimmer. er schaute sich die Fotographie Niels an. Er schrieb Ursula Bischof einen langen Brief vor seiner Abreise. Andreas wollte gern den ganzen Welt sehen und sehr viel reisen. Er machte den Brief nicht fertig. Er wrde sie spter fertig- machen. Jetzt reiste er ab. Der fromme Tanz Geschrieben durch Klaus Mann in 1925 3 Punkte