Warnung: Folgende Zusamenfassung drfte noch einige Fehler enthalten. Es ist denn auch empfehlenswert den Text noch einmal sorgf„ltig zu berprfen. Ton Velzeboer, Moderator von Primeur-Lijn und Deutschlehrer. ____________________________________________________________ Zwei Moderne H”rspiele Gnter Eich Die M„dchen aus Viterbo Dieses H”rspiel versetzt uns in den Zweiten Weltkrieg und zwar in den Jahr 1943. In ihrer Berliner Wohnung h„lt Frau Winter den jdischen Groávater und seine Enkelin Gabriele vor der Geheime Staatspolizei verborgen. Um der Langweile zu entgehen erz„hlen die beiden sich oft Geschich- ten. Eines Tages wird ihre Phantasie durch die Lektre eines tragischen Illu- striertenberichtes angeregt. Eine M„dchenklasse H„tte sich mit ihrem Lehrer w„hrend eines Schulausflugs in dem KatakombenProms verirrt und die siebzehn- j„hrige Gabriele behauptet sie h„tte sich lieber mit jenen M„dchen verirrt, als noch l„nger im Berliner Versteck bleiben zu Mssen. Auf meisterhafte Weise l„át Gnter Eich nun zwei Handlungen ineinanderflieáen:-die beiden jdischen Menschen wnschen sehnlichst unentdeckt zu bleiben, obwohl sie v”llig einsam und von Frau Winter abh„ngig sind.-die M„dchenklasse hofft mit ganzer Kraft ihre Rettung und damit die Wiederherstellung des Kontaktes mit der Auáenwelt. Die Handlung nimmt jedoch einen tragischen Verlauf:Die Goldschmidts werden von der Gestapo aufgesprt, w„hrend es den Leuten der Rettungsaktion nicht rechtzeitig gelingt die M„dchen zu finden. Heinrich B”ll Ein Stunde Aufenthalt Wer kennt nicht die Momente in denen er, auf sein bisheriges Leben zurckblickend,sich selber eingestehen muá,daá er manches verpfuscht hat und leider nicht die M”glichkeit besitzt Geschehenes rckg„ngig zu machen ? Anders gesagt:Wenn es m”glich w„re das Leben noch einmal zu leben, so wrde fast jeder vieles gescheiter, besser und sch”ner machen. So behauptet es jedenfalls . Heinrich B”ll fhrt uns im vorliegenden H”rspiel einen Reisen- den vor, der auf der Durchreise ungewollt mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird. Als Siebzehnj„hriger hatte er mit dem Auto seiner Mutter und dem Geld seines Vaters das Elterhaus fluchtartig verlassen. Sechsundzwanzig Jahre hat er danach in der Fremde zugebracht,ist ein wohlhabender Mann geworden,hat aber das M„dchen dem seine erste Liebe galt nie ganz vergessen, ebensowenig wie sein Bruder der sosehr an ihm hing. In einer einzigenungewolltenStune Auf- enthalt gelangt er zur erschtternden Entdeckung, daá er egoistischen weise all die Jahre lang nichts von sich hat vernehmen lassen und dadurch im Gedankleben der Seinen keinen Platz mehr beanspruchen kann und darf.