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Titel und Erscheinungsjahr Das Wunder von Lengede (2003)
Webseite zum Film http://www.das-wunder-von-lengede.de Inhalt Die Rettungsarbeiten laufen fieberhaft. Doch je mehr Zeit vergeht, desto
weniger Hoffnung gibt es, noch weitere Überlebende zu finden. Dennoch ist es 21
Kumpeln gelungen, sich in 60 Meter Tiefe in einen Alten Mann zu retten -- einen
Hohlraum in einem stillgelegten Teil des Schachts, der jedoch jederzeit einstürzen
kann. Unter den Eingeschlossenen befinden sich auch die Freunde Franz Wolbert
(Heino Ferch) und Bruno Reger (Jan Josef Liefers), die beständig den Tod durch
Hunger, Nässe oder herabstürzende Felsbrocken vor Augen haben. An der Oberfläche
bangen Helga Wolbert (Nadja Uhl) und Renate Reger (Heike Makatsch) gemeinsam mit
den anderen Frauen verzweifelt um das Leben ihrer Männer.
Dass kommerzielles Fernsehen nicht immer Schund hervorbringen muss, zeigt "Das Wunder von Lengede". Der Film - als Zweiteiler von SAT1 im November 2003 ausgestrahlt - wurde von mehr als neun Millionen Zuschauern verfolgt und räumte auch bei den Fernsehpreisen ordentlich ab. (U.a. ein 'Bambi' und den Adolf Grimme Preis 2004). Nach der Tunnel gelang SAT1 somit ein weiterer Erfolg mit der Verfilmung eines Stoffes aus der neueren deutschen Geschichte. Eine Art "Heldengeschichte" dazu, die wohl genau den Zeitgeist trifft (vgl. "Das Wunder von Bern", "Luther", Good Bye Lenin!) Der Untertitel "nach einer wahren Begebenheit" verweist darauf, dass - abgesehen von den tatsächlich passierten Ereignissen - die menschlichen Schicksale der Betroffenen in einem fiktionalisierten Zusammenhang im Mittelpunkt stehen. Und das Konzept geht auf: Bei viel Spannung, gelegentlich ein bisschen viel Pathos (vor allem durch den Soundtrack), einem schlüssigen Drehbuch, einem Budget von 6 Mio. Euro und nicht zuletzt einer hervorragenden Besetzung ist ein gelungener Film dabei herausgekommen. Didaktische Bewertung und Empfehlungen sprachlich Leider, leider kommt die DVD ohne Untertitel. Das heißt, dass nur die Dialoge und einzelne Kommentare für alle verständlich sind. Zum Glück sprechen viele Hauptdarsteller ziemlich klar und sprechen die Actionszenen wohl für sich. thematisch Das Thema ist für niederländische Schüler wohl gänzlich unbekannt. Der Film setzt da jedoch nicht hoch an; auch ohne jegliches Vorwissen ist er verständlich. Das Thema selbst ist meiner Meinung nach schon sehr spezifisch und hilft niederländischen Schülern nicht unbedingt viel weiter, die deutsche Gesellschaft zu verstehen. Da würde ich doch eher der Tunnel, das Boot oder andere Filme zur deutschen Geschichte bevorzugen. Fazit Ein guter Film für den Unterricht, obwohl mit einer Laufzeit von 188 Minuten eher unpraktisch fürs gemeinsame Anschauen und vom Thema her schon sehr spezifisch. Ein kleiner Tipp noch: Das Making of (ca. 45 Min.) ist besonders interessant!
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