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Titel und Erscheinungsjahr Till Eulenspiegel (2003)
Inhalt Irgendwann im Mittelalter, in Boomstadt. Es wird gefeiert. Klar, dass einer da nicht fehlen darf, zumal er doch ohnehin Großvater Marcus besuchen will: Till Eulenspiegel. Nur dass Marcus, der Zauberer, urplötzlich verschwindet. Und seine Eule Cornelius ist rat- und sprachlos. Bevor sich Till mit Cornelius und dem bärigen Bäckergesellen Lamme auf die Suche nach Marcus begibt, stellt er erst einmal das Stadtfest auf den Kopf, dort, wo der Bürgermeister gerade Reden schwingt, und sich Till in dessen hübsche Tochter Nele verknallt.
Nele hat das Geschenk für den jungen König Rupert entworfen, eine goldene Spieluhr, die Till kurzerhand austauscht. Das Chaos nimmt seinen Lauf. Denn da gibt es nicht nur die diabolische Katharina, die mit ihrem Adlatus, General Pickelhauber nach dem Thron trachtet, sondern Till und seiner Mannschaft bleiben laut den Instruktionen des orientalisch-magischen Zauberspiegels auch nur zwei Tage, um drei Aufgaben zu bewältigen und Marcus vor dem Tod zu bewahren. Eine Odyssee beginnt.
Didaktische Bewertung sprachliche Verständlichkeit Die DVD bietet - farbige - deutsche Untertitel. Die sind auch notwendig, denn im Zeichentrickfilm wird schnell gesprochen und viel gewitzelt. Außerdem ist der Wortschatz mit Wörtern wie "Possenreiter" nicht immer einfach. Die deutsche Synchronfassung ist gut besetzt. Obwohl: Ob die tuntig sprechende Eule Cornelius (Synchronsprecher Tramitz: ich spiele "eine schwule Eule" ) mehr als ein billiger Effekt ist? Urteilen Sie selbst. thematisch Der Film greift nicht die bekannten mittelalterlichen Geschichten des Possenreiters und Schelmen der historischen Figur Till Eulenspiegel auf. Man hat sich lediglich der Figur bedient (inklusive Eule und Spiegel) und ihn zum Helden einer Kinderstory gemacht. Allein schon deswegen, dürften die Disney- und Pixarverwöhnten Schüler mehr oder weniger die Nase über diesen Film "für die Kleinen", rümpfen. Fazit & Filmkritik Angesicht der großen Erfolge von Disney und Pixar erfordert es schon eine gehörige Portion Mut, einen europäischen Zeichentrickfilm zu produzieren. Till Eulenspiegel ist eine deutsch-belgische Koproduktion. 500 Beteiligte aus verschiedenen Ländern, ein Budget von 15 Millionen Euro und eine Entwicklungs- und Produktionszeit von zweieinhalb Jahren liegen ihm zugrunde. Was ist dabei herausgekommen? Leider nur ein recht mittelmäßiger Film, der in der internationalen Konkurrenz keinesfalls mithalten kann. Dabei ist der Film von Anfang an auf diesen Markt zugschnitten. Der Originaltitel ist "Jester Till", die Stadt im Film heißt "Boomtown" und die niedliche Ente heißt - wie originell - "Ducky". Die größte Schwäche des Films liegt im mangelhaften Drehbuch. Der Handlungsverlauf ist einfach langweilig, Überraschungen bleiben aus. Die Dialoge sollen durch Übertreibung witzig sein, sind jedoch in der Regel einfallslos. Es fehlen die aus Disney und Pixar-Filmen berühmten Oneliners, der Sprachwitz, der sowohl Erwachsene als Kinder anspricht. Die Figuren sind zwar gut getroffen, doch wirken sie eindimensional. Nach meinem Geschmack ist der hyperaktive Till außerdem ein wenig zu überheblich für einen wirklichen Symphatieträger. Till Eulenspiegel ist ein Mix aus klassischem Pinselwerk mit Computereffekten. Professionell gemacht, soviel Lob muss sein, aber der bitter nötige Witz ist auch im Zeichenstil nicht zu finden. bis auf den Spiegelmann, der zum sonnenbebrillten und goldkettentragenden Ghetto-Rapper mutiert, nicht zuletzt so wirkungsvoll dank Rick Kavanian, der deutschen Synchronstimme. Der Film wirkt insgesamt unnötig verkindlicht und ist wohl nur für kleinere Kinder ein großartiges Erlebnis. didaktische Möglichkeiten
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