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Titel und Erscheinungsjahr Liebesluder (2000)
Inhalt Auf dem kleinen Privatflughafen am Rande der Stadt im
Sauerland sind die Honoratioren des Ortes in ihrem Element. Hier können sich
der Banker Nase (Pierre Besson), der Fleischer Wusch (Detlev W. Buck), der Sägewerksbesitzer
Wagner (Bruno Cathomas) und Karuso (Matthias Matschke), der Leiter des
Sportflughafens, als Männer von Welt geben, besonders wenn sie das richtige
Publikum haben. So fällt es Ina (Mavie Hörbiger), einer jungen Schönheit aus
der Großstadt, nicht besonders schwer, die vier um den kleinen Finger zu
wickeln. Aber als sie beschließt, das Kleinbürger-Quartett zu erpressen, macht
sie einen entscheidenden Fehler, sie unterschätzt den Zorn der Spießer und
ihrer Frauen.
Einen Filmemacher wie Detlev Buck gab es in der deutschen Kinogeschichte noch
nicht. Er liebt die Provinz, aber nicht blind. Er weiß um ihre Abgründe
genauso wie um ihre Schönheiten. So kann er ein schwärmerischer Poet und ein böser
Satiriker sein, so kann er wie in LiebesLuder die Provinz feiern und sie
zugleich entlarven. Er rechnet hier ganz und gar schonungslos mit der Gier und
der Skrupellosigkeit, der Geilheit und der Verlogenheit der 'Stützen der
Gesellschaft' ab. Andererseits sieht er jenseits der Menschen und ihrer
Falschheit die erhabene Größe der Landschaft, die das Niedere der Instinkte
erst kenntlich macht. (Quelle: u.a. Amazon.de) Didaktische Bewertung und Empfehlungen sprachlich Nicht unproblematisch. Die DVD bietet leider keine Untertitel und die Dialoge sind sprachlich nicht ohne. Regelmäßig wird man den Film anhalten müssen und überprüfen, ob man das Wichtigste verstanden hat. thematisch Der Krimi-Aspekt und die offenkundige Verlogenheit der Spießbürger werden den Schülern wohl keine großen Probleme bereiten. Die Handlung ist dazu sehr spannend und oft humoristisch. Fazit Hier sehe ich die größten Probleme eher auf dem Gebiet der Sprache. Dass einem dabei viele kleine Anspielungen entgehen ist noch nicht das Schlimmste. Da die DVD keine deutschen Untertitel hat, wird es wohl etwas schwierig. Ich könnte mir vorstellen, den Film im Unterricht (Klasse 5havo oder 5vwo oder höher) auszuprobieren, da die Handlung spannend genug ist. Der Film zeigt an einigen Stellen die menschlich Abgründe, doch typisch für Buck ist auch, dass er den Figuren eine gewisse Würde lässt: Man kann teilweise Verständnis für die dahinterliegenden persönlichen Tragödien aufbringen. Hinzu kommt, dass die Darsteller ausnahmslos durch eine sehr glaubwürdige Leistung überzeugen.
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