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Titel und Erscheinungsjahr Herz im Kopf (2002)
Webseite zum Film Inhalt Das Filmplakat erweckt hier möglich einen falschen Eindruck. Hier handelt es sich nicht um eine billige Teeniekomödie mit den üblichen coolen Sprüchen und platten Witzen. Nachdem Thomas Wöbke und Jakob Claussen - die Produzenten von Hans Christian Schmidt's Filmen Crazy und 23 - bereits an der Wiege dieser jener authentischen und zurückhaltenden Filme standen, waren sie auch diesmal dabei als Hans-Christian Schmid und Michael Gutmann das von ihnen gemeinse verfasste Drehbuch von "Herz im Kopf" verfilmen wollten.
In der Hauptrolle ist Tom Schilling zu sehen, der einen 18jährigen Einzelgänger spielt. Seit dem Tod seiner Mutter ist er auf der Flucht vor der Vergangenheit und seinen Gefühlen. Nun kehrt er wieder in seinen Heimatort zurück, wo er vor einem Jahr seine ältere Schwester im Stich gelassen hatte. Petra ist hochschwanger und braucht unterstützung. Aber noch ist nicht sicher, ob Jakob nicht wieder weglaufen wird. Er trifft auf die hübsche Wanda, gespielt von der in Polen sehr bekannten Alicja Bachleda-Curús. Wanda ist ein polnisches Au-Pair-Mädchen.
Wanda ist dem Jakob zunächst ein völiges Rätsel, und nur zögernd beginnt eine zarte Liebesgeschichte., die zwischen Vertrauen und Enttäuschung hin- und hergerissen wird. Ganz anders als der verunsicherte Jakob geht Dirk mit der Liebe um. Am Swimmingpool im elterlichen Garten treffen sich an sonnigen Nachmittag die Aupairs aus der Umgebung, und anscheinend braucht er nur zuzugreifen. Doch auch sein früherer Mitschüler Helmut bemüht sich, eines der Mädchen für sich zu gewinnen. Gerade in dem Moment wo sich zwischen Wanda und Jakob ein Verhältnis anbahnt, verrät Helmut, was er über Wanda so erfahren hat. Didaktische Bewertung und Empfehlungen sprachlich Die DVD bietet deutschsprachige Untertitel, die Dialoge sind sprachlich relativ einfach. thematisch Ein Film, übers Erwachsenwerden, über eine Liebesbeziehung, die nur schwer - wenn überhaupt - zustande kommen kann. Fazit Ich glaube, Herz im Kopf ist ein hervorragender Film für den Unterricht, und zwar in vielerlei Hinsicht. Er lässt die gängigen Teeniefilm-Klischees weit hinter sich, wirkt fast dokumentarisch-wahrhaftig ohne langweilig zu sein. Er bietet dazu reichlich Einblicke in die 'Welten' der Hauptfiguren: Jakob kommt mit dem Leben der Erwachsenen und dessen Anforderungen nicht zurecht, in seinem Leben fehlte bislang ein stabiler Faktor. Seine Unerfahrenheit und Unsicherheit bringen ihn in Situationen, wo er entweder wütend wird oder die Flucht - auch vor sich selbst - ergreift. Wanda dagegen scheint selbstsicherer zu sein, wird allerdings in der wohlmeinenden Aupairfamilie dennoch herumkommandiert. Sie möchte den Jakob verstehen, lässt ihn aber auch wissen, dass er sich mit seinem Verhalten oft unmöglich macht. Beide Darsteller überzeugen durch eine sehr glaubwürdige Leistung. Die reichhaltig gestalteten Figuren machen den Film sehr interessant und auch spannend. Man fragt sich als Zuschauer ständig, wie das mit diesen unterschiedlichen Charakteren bloß klappen soll. Dazu gibt es so manche peinliche, tragische oder eigentlich auch witzige Situation, doch spielen solche Momente niemals die Hauptrolle und kommen eher subtil daher. Der Film lohnt sich für den Einsatz ab Ende der 3. Klasse 3H/3V, denke ich mir. Bei der Didaktisierung kann man sehr gut die verschiedenen Charaktereigenschaften von Jakob und Wanda - und die Entwicklung, die es da zu beobachten gibt - verfolgen lassen.
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