Deutsche Filme im Unterricht

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Rezensionen zu aktuellen deutschen Filmen,  Informationen zum Gebrauch  von Filmen im Unterricht.
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  • Aktueller Stand (Mai 2007): 52 Rezensionen online
  • Für Ihre Schüler (leider nur auf Niederländisch) gibt es im vaklokaal Duits eine Liste deutscher Filme mit Kurzbeschreibungen.
  • Auch gibt es im vaklokaal im Duitsland-ABC ein SPEZIAL: De Duitse film toen en nu (Der deutsche Film - früher und jetzt)
  • Anmerkungen, Hinweise, Lob und Kritik: Paul Goossen:  info AT duits.de









Titel und Erscheinungsjahr

Good Bye Lenin! (2003)

Kurzinhalt:

Geschichte wird gemacht. Nur für den 21-jährigen Alex geht nichts voran. Kurz vor dem Fall der Mauer fällt seine Mutter, eine überzeugte Bürgerin in der DDR, nach einem Herzinfarkt ins Koma - und verschläft den Siegeszug des Kapitalismus. Als sie wie durch ein Wunder nach 8 Monaten die Augen aufschlägt, erwacht sie in einem neuen Land. Erfahren darf sie von alledem nicht: Zu angeschlagen ist ihr schwaches Herz, als dass es die Aufregung überstehen...

Regisseur

  • Wolfgang Becker (Das Leben ist eine Baustelle)

Hauptdarsteller

  • Daniel Brühl (Das Weiße Rauschen, Nichts bereuen)
  • Katrin Sass (Babij Jar)
  • Alexander Beyer (Sonnenallee)
  • Florian Lukas (Absolute Giganten)
  • Chulpan Khamatova

Meine Bewertung

Webseite zum Film

 http://www.good-bye-lenin.de 

Inhalt

Geschichte wird gemacht. Nur für den 21jährigen Alex Kerner geht nichts voran. Kurz vor dem Fall der Mauer fällt seine Mutter, eine selbstbewusste Bürgerin der DDR, nach einem Herzinfarkt ins Koma - und verschläft den Siegeszug des Kapitalismus. Als sie wie durch ein Wunder nach acht Monaten die Augen wieder aufschlägt, erwacht sie in einem neuen Land. 

Sie hat nicht miterlebt, wie West-Autos und Fast-Food-Ketten den Osten überrollen, wie Coca Cola Jahrzehnte des Sozialismus einfach wegspült, wie man hastig zusammen wachsen lässt, was zusammen gehört. Erfahren darf sie von alledem nichts: Zu angeschlagen ist ihr schwaches Herz, als dass sie die Aufregung überstehen könnte. 

Alex ist keine Atempause gegönnt. Um seine Mutter zu retten, muss er nun auf 79 Quadratmetern Plattenbau die DDR wieder auferstehen lassen. Schnell stellt er fest, dass sich dieser Plan schwieriger umsetzen lässt als erwartet... [DVD-Klappentext]

Didaktische Bewertung und Empfehlungen

sprachlich

DVD mit deutschen Untertiteln, sprachlich keine großen Probleme also.

thematisch

Nicht unproblematisch. Schüler wissen wohl kaum um die Ereignisse, Stimmungen und Begebenheiten, auf die dieser Film sich immer wieder bezieht. Von Jungpionieren bis zum Sandmännchen, von Währungsunion bis "Eingaben" und "Ausreiseanträge": Es bedarf vorher bzw. während des Zuschauens einiger Erläuterungen.

Fazit

Good Bye Lenin! war 2003 mit 7 Mio. Besuchern ein grandioser Erfolg in Deutschland und wurde mit Preisen überhäuft. Besonders überzeugend ist, dass der Film die DDR nicht der Lächerlichkeit preisgibt, sondern mit mildem Spott sowohl die DDR als die 'Segnungen' des Kapitalismus aufs Korn nimmt. Erstmals wurden die aufrichtigen Intentionen der Menschen, die sich hinter dem grauen Kommunismus verbargen, sichtbar. Insgesamt hat Becker mit Good Bye Lenin! einen würdevollen Abschied der DDR ermöglicht. 

Da ich - siehe oben - etwas vorsichtig sein möchte mit meiner Empfehlung, würde ich jetzt einschätzen, der Film eignet sich für Klasse 4vwo oder höher. Als Vorbereitung auf eine Klassenfahrt nach Berlin ist er - zusammen mit Der Tunnel - wirklich Klasse.

 

... weitere DVD-Rezensionen: 

   Besonders empfohlen für den Unterricht

Kriterien: Wenig Vorwissen erforderlich, deutsche Untertitel bzw. akustisch gut verständlich, jugendgerechte Themen, normale Länge (ca. 90 Minuten)

   Mit Einschränkungen brauchbar

Kriterien: Keine Untertitel bzw. sprachlich schwieriger verständlich, spezifischere Themen, inhaltlich bzw. künstlerisch anspruchsvoller (oder gerade: anspruchslos!), mehr Vorwissen erforderlich, auch längere Filme (> 100 Min.)

   Zu anspruchsvoll oder - für die Schule - "durchgefallen"

Kriterien:  Themen eher für Erwachsene, viel Vorwissen erforderlich, längere Filme, keine Untertitel bzw. sprachlich anspruchsvoll, Filme, die ich aus anderen gründen nicht im Unterricht einsetzen würde

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