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Titel und Erscheinungsjahr Emil und die Detektive (2001)
Webseite zum Film Inhalt Der Kinderbuchklassiker von Erich Kästner, der seit seinem Erscheinen 1928 schon dreimal verfilmt wurde, liegt nun in einer modernisierten Fassung für heutige Kids vor.
Emil lebt mit seinem Vater (Kai Wiesinger) in einer Kleinstadt an der Ostsee. Die Mutter hat die Familie vor Jahren verlassen, der Vater ist arbeitslos - kein rosiger zwölfter Geburtstag erwartet ihn deshalb, obwohl sich sein "Paps" viel Mühe gibt. Als sein Vater auch noch einen Autounfall baut und ins Krankenhaus kommt, wird Emil zur Schwester seines Lehrers nach Berlin in Urlaub geschickt. Damit beginnen für ihn ungeahnte Abenteuer, denn bereits auf der Hinfahrt werden ihm seine gesamten Ersparnisse von einem zwielichtigen Betrüger gestohlen. In Berlin findet Emil überraschend Unterstützung bei Pony Hütchen, einer selbstbewussten Großstadtgöre, und ihrer bunt zusammengewürfelten Bande. So verfolgen die Kinder den Bösewicht Max Grundeis bis ins feine Hotel Adlon. Während dieser damit beschäftigt ist, reichen Kunden die Juwelensafes auszuräumen, schleicht sich Emil auf der Suche nach seinem Geld in dessen Zimmer.
Um Kästners Roman der modernen Lebenswelt heutiger Kinder anzupassen, nahm Regisseurin und Drehbuchautorin Franziska Buch einige Veränderungen an der ursprünglichen Geschichte vor. Die wichtigste hierbei ist die Aufwertung der Rolle von Pony Hütchen, die nun die Anführerin der Kinderbande ist, sodass auch Mädchen eine starke Identifikationsfigur vorfinden. Wie schon ihren Vorgängern gelingt es den modernen Großstadtkindern ebenso mit Grips und Mut sowie durch ihren unverbrüchlichen Zusammenhalt, sich in der Welt der Erwachsenen durchzusetzen und den Bösewicht zuletzt dingfest zu machen.
Aber auch sozialkritische Töne fließen in die Geschichte ein: Keine der Hauptfiguren hat mehr eine intakte Familie; entweder sind die Eltern allein erziehend, sie streiten dauernd oder sind -- da mit Geldverdienen beschäftigt -- nie da. Kinder werden sich wohl besonders an der Szene freuen, in der es Gustav gelungen ist, seiner Mutter eine Predigt unterzujubeln, in der er sich stellvertretend für alle Kinder über die ungerechte Behandlung durch die Erwachsenen beschwert. [Quelle: amazon.de] Didaktische Bewertung und Empfehlungen sprachlich Für Schüler, die etwa 1 Jahr Deutsch gelernt haben ist der Film schon gut verständlich, zumal die DVD mit deutschen Untertiteln aufwarten kann . Ein wenig Berliner Dialekt kann den Spaß nicht verderben, ist eher sinnvoll. thematisch OK, es handelt sich hier natürlich um eine Kindergeschichte. Die meisten Schüler - so ist meine Erfahrung - haben mit Kindergeschichten nicht mehr so viel am Hut, sie gucken ja selbst auch eher "nach vorne". Der Film ist aber von der Geschichte her einfach, spannend, oft witzig und nicht schwierig. Fazit Ich habe diesen Film mal in 3-Atheneum am Anfang des Schuljahres ausprobiert. Ich habe den Schülern zunächst erzählt, welche Probleme es für den Lehrer gibt, wenn er Schülern, die erst ein Jahr Deutsch gelernt haben, einen ersten deutschsprachigen Film zeigen möchte. Der Grund, warum ich dann diesen Kinderfilm mal mit ihnen "ausprobierten" wollte, war ihnen damit auch klar. Natürlich haben einige Schüler zunächst die Nase gerümpft über diesen "Kinderkram". Als sie aber merkten, dass sie sehr viel verstanden konnten und der Film oft spannend und witzig ist, war die Akzeptanz da. Die Mädchen lachten besonders über die Szene mit dem kleinen Hund, der Champagner trinkt. Den Jungs gefiel vor allem der rotzfreche aber herzensgute Gypsie.
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