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Titel und Erscheinungsjahr Die Brücke (1959)
Webseite zum Film - Inhalt Acht noch minderjährige Jungen erhalten in den letzten Kriegstagen 1945 den völlig sinnlosen Befehl, eine kleine Brücke bei einer Kleinstadt im Bayerischen Wald vor den anrückenden Amerikanern zu verteidigen. Mit patriotischem Enthusiasmus und Begeisterung glauben sie, ihren Auftrag erfüllen zu müssen. Erst nachdem einer nach dem anderen bei der Verteidigung der Brücke sein Leben lassen muß, wird die Sinnlosigkeit des Befehls offenkundig. "Dies geschah am 27. April 1945. Es war so unbedeutend, daß es in keinem Heeresbericht erwähnt wurde", heißt es im Abspann. Der berühmte und erschütternde Antikriegsfilm von Bernhard Wicki aus den fünfziger Jahren erhielt zahlreiche Preise, u.a eine Oscar-Nominierung. Didaktische Bewertung und Empfehlungen sprachlich Man muss ein wenig Geduld haben mit dem Film, denn so mancher Dialog wirkt heute natürlich etwas altbacken. Auch die oft schnarrende Sprache der Soldaten gehört eben auch zum Zeitbild. Leider bietet die DVD keine deutschen Untertitel. Gelegentliches Resümieren nach schwierig verständlichen Passagen ist schon angesagt. thematisch Das Thema dürfte den Schülern nach "Private Ryan", "Im Westen nichts Neues" und anderen Anti-Kriegsfilmen bekannt vorkommen. Der Film ist nach heutigem Maßstab sehr langsam geschnitten und soll daher von den Schülern auch als historisches Filmdokument wahrgenommen werden. Gelegentlich wird Langeweile aufkommen. Einige Kampfszenen sind so grausam, dass sie heute noch manchem eingefleischten Actionfilm-Fan unter die Haut gehen können. Fazit Besonders gut gemacht in diesem Schwarz-weiß Film ist, dass man die Jugendlichen zunächst in ihrem Alltag zu Hause kennen lernt. Der Kontrast zu den Eltern wird so eindringlich klar. Während die Eltern hoffen, dass der Spuk schnell vorbei ist, hoffen die Jungen auf einen Endsieg. Interessant ist, dass der Film nicht ins Schwarzweiß-Schema der Guten und Bösen verfällt: Die erfahrenen Soldaten glauben längst nicht mehr an den Krieg und versuchen die jungen Rekruten vor der Gefahr zu behüten, indem sie sie an eine bedeutungslose Brücke ordern. Das stößt bei den Jungen in ihrer "Jetzt geht's endlich los!"-Begeisterung auf Unverständnis. Manchmal wirkt der Film nach heutigem Maßstab langatmig und altbacken, doch die dringende Mahnung, die vom Film ausgeht, hat an Aussagekraft noch nichts verloren. Ich könnte mir vorstellen, den Film so ab Niveau 4vwo einzusetzen.
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