Deutsche Filme im Unterricht

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Rezensionen zu aktuellen deutschen Filmen,  Informationen zum Gebrauch  von Filmen im Unterricht.
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  • Aktueller Stand (Mai 2007): 52 Rezensionen online
  • Für Ihre Schüler (leider nur auf Niederländisch) gibt es im vaklokaal Duits eine Liste deutscher Filme mit Kurzbeschreibungen.
  • Auch gibt es im vaklokaal im Duitsland-ABC ein SPEZIAL: De Duitse film toen en nu (Der deutsche Film - früher und jetzt)
  • Anmerkungen, Hinweise, Lob und Kritik: Paul Goossen:  info AT duits.de









Titel und Erscheinungsjahr

Die Brücke (1959)

Kurzinhalt:

In einer Bayerischen Kleinstadt werden 1945 in den letzten Kriegstagen sieben Schüler von der Schulbank weg zur Verteidigung einer Brücke vor den anrückenden Amerikanern abkommandiert. Der strategische Wert der Brücke ist so gering, dass sie bereits im Vorhinein zur Sprengung bestimmt war. Nur einer der Jungen überlebt den vollkommen sinnlosen Einsatz.

Regisseur

  • Bernhard Wicki

Hauptdarsteller

  • Volker Bohnet
  • Fritz Wepper (Harry in Derrick)
  • Michael Hinz
  • Frank Glaubrecht
  • Karl Michael Balzer
  • Volker Lechtenbrink
  • Günther Hoffmann
  • Cordula Trantwo
  • Günter Pfitzmann

Meine Bewertung

Webseite zum Film

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Inhalt

Acht noch minderjährige Jungen erhalten in den letzten Kriegstagen 1945 den völlig sinnlosen Befehl, eine kleine Brücke bei einer Kleinstadt im Bayerischen Wald vor den anrückenden Amerikanern zu verteidigen. Mit patriotischem Enthusiasmus und Begeisterung glauben sie, ihren Auftrag erfüllen zu müssen. Erst nachdem einer nach dem anderen bei der Verteidigung der Brücke sein Leben lassen muß, wird die Sinnlosigkeit des Befehls offenkundig. "Dies geschah am 27. April 1945. Es war so unbedeutend, daß es in keinem Heeresbericht erwähnt wurde", heißt es im Abspann.

Der berühmte und erschütternde Antikriegsfilm von Bernhard Wicki aus den fünfziger Jahren erhielt zahlreiche Preise, u.a eine Oscar-Nominierung. 

Didaktische Bewertung und Empfehlungen

sprachlich

Man muss ein wenig Geduld haben mit dem Film, denn so mancher Dialog wirkt heute natürlich etwas altbacken. Auch die oft schnarrende Sprache der Soldaten gehört eben auch zum Zeitbild. Leider bietet die DVD keine deutschen Untertitel. Gelegentliches Resümieren nach schwierig verständlichen Passagen ist schon angesagt.

thematisch

Das Thema dürfte den Schülern nach "Private Ryan", "Im Westen nichts Neues" und anderen Anti-Kriegsfilmen bekannt vorkommen. Der Film ist nach heutigem Maßstab sehr langsam geschnitten und soll daher von den Schülern auch als historisches Filmdokument wahrgenommen werden. Gelegentlich wird Langeweile aufkommen. Einige Kampfszenen sind so grausam, dass sie heute noch manchem eingefleischten Actionfilm-Fan unter die Haut gehen können.

Fazit

Besonders gut gemacht in diesem Schwarz-weiß Film ist, dass man die Jugendlichen zunächst in ihrem Alltag zu Hause kennen lernt. Der Kontrast zu den Eltern wird so eindringlich klar. Während die Eltern hoffen, dass der Spuk schnell vorbei ist, hoffen die Jungen auf einen Endsieg. Interessant ist, dass der Film nicht ins Schwarzweiß-Schema der Guten und Bösen verfällt: Die erfahrenen Soldaten glauben längst nicht mehr an den Krieg und versuchen die jungen Rekruten vor der Gefahr zu behüten, indem sie sie an eine bedeutungslose Brücke ordern. Das stößt bei den Jungen in ihrer "Jetzt geht's endlich los!"-Begeisterung auf Unverständnis. Manchmal wirkt der Film nach heutigem Maßstab langatmig und altbacken, doch die dringende Mahnung, die vom Film ausgeht, hat an Aussagekraft noch nichts verloren. Ich könnte mir vorstellen, den Film so ab Niveau 4vwo einzusetzen.

 

... weitere DVD-Rezensionen: 

   Besonders empfohlen für den Unterricht

Kriterien: Wenig Vorwissen erforderlich, deutsche Untertitel bzw. akustisch gut verständlich, jugendgerechte Themen, normale Länge (ca. 90 Minuten)

   Mit Einschränkungen brauchbar

Kriterien: Keine Untertitel bzw. sprachlich schwieriger verständlich, spezifischere Themen, inhaltlich bzw. künstlerisch anspruchsvoller (oder gerade: anspruchslos!), mehr Vorwissen erforderlich, auch längere Filme (> 100 Min.)

   Zu anspruchsvoll oder - für die Schule - "durchgefallen"

Kriterien:  Themen eher für Erwachsene, viel Vorwissen erforderlich, längere Filme, keine Untertitel bzw. sprachlich anspruchsvoll, Filme, die ich aus anderen gründen nicht im Unterricht einsetzen würde

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