Deutsche Filme im Unterricht

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  • Aktueller Stand (Mai 2007): 52 Rezensionen online
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Titel und Erscheinungsjahr

Die wilden Kerle (Teil 1: 2003)

Kurzinhalt

"Die wilden Kerle" sind neun Jungs, die sich selbst ein kleines Reich geschaffen haben, den Teufelstopf. Das ist ihr Bolzplatz und Treffpunkt, hier können sie sich noch richtig austoben. Eines Tages erleben sie eine schlimme Überraschung. Der dicke Michi und seine Gang "Die Unbesiegbaren Sieger" beanspruchen auf einmal ihr Revier. Das lässt sich Leon, der Chef von den Wilden Kerlen, jedoch nicht gefallen. Er verabredet mit dem dicken Michi ein alles entscheidendes Fußballspiel, dem Sieger gehört der Teufelstopf. Alles scheint gut zu werden, doch dann passiert eine Katastrophe nach der anderen. Doch die Wilden Kerle lassen sich nicht unterkriegen... Ganz nach ihrem Motto: Alles ist gut, solange du wild bist!

Regisseur

  • Joachim Masannek

Hauptdarsteller

  • Jimi Blue Ochsenknecht
  • Wilson Gonzales Ochsenknecht
  • Uwe Ochsenknecht (Schtonk!)
  • Jonathan Beck
  • Rufus Beck
  • Raban Bieling
  • Contstantin Gastmann
  • Sarah Kim Gries
  • Cornelia Froboess

Meine Bewertung

Webseite zum Film

www.diewildenkerle.de 

Inhalt

Alles ist gut, solange du wild bist! Der Schlachtruf der Wilden Kerle, einer lässig-frechen Fußballbande, hallt über den Teufelstopf. Dieser Bolzplatz ist das Revier der sechs- bis zehnjährigen Jungs, hier sind sie die beste Fußballmannschaft der Welt!

Ihr Anführer ist Leon, der Slalomdribbler. Sein großer Bruder Marlon , Leons bester Freund Fabi, der kleine Raban , die Brüder Juli und Joschka und der Bomber Maxi machen das Dreamteam perfekt.

Doch in diesen Ferien sind die Wilden Kerle vom Pech verfolgt. Dauerregen hat den Teufelstopf in einen Sumpf verwandelt. Für die Wetterbeschwörungsversuche mit dem runden Leder im heimischen Wohnzimmer - geniale Ballkunststücke und Hackentricks der Wilden Kerle - hagelt es Hausarrest und Fußballverbot. Und dann besetzt auch noch der Dicke Michi (Florian Heppert) mit seinen Unbesiegbaren Siegern - älteren und vor allem größeren 'Punks' - den heiligen Bolzplatz.

Todesmutig macht Leon einen Deal mit den Großen: In zehn Tagen wird ein Fußballmatch entscheiden, wem der Teufelstopf in Zukunft gehören wird. Alles scheint gut zu werden. Die Wilden Kerle finden Willi, Kioskbetreiber und Alt-Hippi bereit, sie für das große Spiel gegen zu trainieren.

Doch dann passiert eine Katastrophe nach der anderen: Raban und Juli laufen zum Dicken Michi über, nach Leon meinte, sie wären nicht gut genug für die Mannschaft. Willi (Rufus Beck) schmeißt den Trainerjob hin und - ein Mädchen taucht auf! Sie heißt Vanessa und will unbedingt zu den Wilden Kerls gehören. 

Ihr reales Vorbild sind die echten Wilden Kerle vom Grünwalder TSC, deren Trainer Regie-Debütant Masannek selbst ist. Die Figuren entstammen der Realität und wurden von Masannek bereits in der Kinderbuchreihe "Die wilden Fußballkerle" verewigt. Seine beiden Söhne Leon und Marlon, die im Film von Jimi Blue und Wilson Gonzales Ochsenknecht gespielt werden, sind als Wilde Kerle Maxi und Markus ebenfalls mit von der Partie. 

Didaktische Bewertung 

sprachliche Verständlichkeit

Die Kinderstimmen sind wie oft ziemlich klar gesprochen, doch nicht selten  schnell und dazu durcheinander. Leider gibt's auf der DVD keine Untertitel. Zum Glück ist die Handlung dafür relativ einfach. 

thematisch

Themen wie Selbstbewusstsein, Zusammenhalt, Toleranz, Aufrichtigkeit, erste Liebe - es ist alles drin in diesem Film. Dennoch liegt die Moral nicht allzu dick drauf - außerdem werden die Eltern in der Regel als Trottel dargestellt. Hinzu kommt, dass die Story eher auf Action als auf den moralischen Zeigefinger  bedacht ist.

Fazit & Filmkritik

Für die Großen gibt's Sönke Wortmanns Das Wunder von Bern, für die kleinen jetzt das Fußballabenteuer Die Wilden Kerle. Und ab Februar 2005 ist Die Wilden Kerle 2 in den Kinos zu sehen. Die jungen Schauspieler(innen) spielen überzeugend - auch wenn die mitunter gekünstelten Dialoge und gewollt-flotten Sprüche ("Hottentottenalptraumnacht!" "Verflixte Hühnerkacke!") dem Ganzen oft Abbruch leisten.

Es ist eine übersichtliche Schwarz-weiß-Welt, die hier dargeboten wird: Gut (Die Wilden Kerle) und Böse (der dicke Michi und seine Bande; Eltern, die nur Hausarrest und Fußballverbote verordnen). Leider kommen die Figuren nicht über statische Charactere hinaus und bringt die Handlung kaum Überraschungen. Der Film überzeugt trotz dieser Minuspunkte durch das überschäumende Tempo, die ausgezeichnete Ausstattung und Musik, und durch die wunderbaren Fußballszenen. 

didaktische Möglichkeiten

Die Wilden Kerle ist ein Film für die Kleinen, so zwischen 7 und 10 Jahren schätze ich mal. Daher muss man sich schon Gedanken machen, ob man einen solchen Film 12-Jährigen (oder älteren) zumuten möchte. Meine Erfahrung ist, dass die Schüler darauf vorbereitet werden müssen, da sie sich sonst nicht ernst genommen fühlen. Oft gibt's dann kein Problem. Die einfache Handlung kann außerdem ein Vorteil sein: Sie bietet eine Grundlage fürs Sprachenlernen während des Zuschauens. 

Weil die DVD keine Untertitel bietet, würde ich in einer Vorbereitungsphase die Charaktere vorstellen und die Handlung teilweise schildern. Das alles, damit die Schüler den Film auch genießen können, statt sich über manche Szene zu ärgern, die Verständnisschwierigkeiten bereitet. Außerdem würde ich wohl auf  einige der oft wiederholten oneliners Aufmerksam machen. Ich könnte mir vorstellen, den Film Ende der 2. Klasse oder Anfang 3. Klasse zu zeigen. Als begleitende Aufgabe wäre es vielleicht angebracht, zu schauen ob die Schüler eine 'Moral' im Film entdecken können.

 

... weitere DVD-Rezensionen: 

   Besonders empfohlen für den Unterricht

Kriterien: Wenig Vorwissen erforderlich, deutsche Untertitel bzw. akustisch gut verständlich, jugendgerechte Themen, normale Länge (ca. 90 Minuten)

   Mit Einschränkungen brauchbar

Kriterien: Keine Untertitel bzw. sprachlich schwieriger verständlich, spezifischere Themen, inhaltlich bzw. künstlerisch anspruchsvoller (oder gerade: anspruchslos!), mehr Vorwissen erforderlich, auch längere Filme (> 100 Min.)

   Zu anspruchsvoll oder - für die Schule - "durchgefallen"

Kriterien:  Themen eher für Erwachsene, viel Vorwissen erforderlich, längere Filme, keine Untertitel bzw. sprachlich anspruchsvoll, Filme, die ich aus anderen gründen nicht im Unterricht einsetzen würde

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