Didaktik - Film im Unterricht
Hinweis: Irgendwann möchte ich hier auch meine "eigene" Version einer
Didaktik für den Gebrauch von Film im Unterricht Deutsch als Fremdsprache
veröffentlichen. Zunächst einmal lese ich wie verrückt, genieße deutsche Filme
und sammle im Moment eigene Erfahrungen mit dem Gebrauch von Filmen im
Unterricht und möchte diese erst dann ordnen und weitergeben, wenn ich selbst
soweit aus dem "kreativen Chaos" heraus bin!
Wenn Sie mir bei diesem Vorhaben helfen wollen, GERNE! Bitte schicken Sie
eine Mail an info AT duits.de -
Paul Goossen
Folgende Quellen dürften Ihnen weiterhelfen:
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Filmpädagogische Begleitmaterialien

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Wenn Sie filmpädagogische Begleitmaterialien suchen, so bietet die
Suchmaschine von Kinofenster praktische Hilfe.
Über die Suchmaschine finden Sie schnell zu den Filmheften von
Institutionen wie Goethe Institut, Bundeszentrale für Politische Bildung,
Irish Film Institute usw. |
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Themaheft

Fremdsprache Deutsch
Heft 36
Beim Hueber Verlag
als Printausgabe oder als kostenpflichtiger Download erhältlich, ab EUR
7,50
ISBN 978-3-19-369183-5 |
Heft 36 der Zeitschrift Fremdsprache Deutsch
(Erschienen: April 2007)Sehen(d) lernen
Heft 36 möchte aufzeigen, wie Sie den neuen deutschen
Film in Ihrem Sprachunterricht einsetzen können. Der Einleitungsartikel
erläutert grundlegend den Stand der Wahrnehmungsforschung und die
Methoden, die sich für die Arbeit mit Filmen anbieten. Die Artikel zeigen
an konkreten Didaktisierungsbeispielen, wie man das Thema im Unterricht
umsetzen kann.
1. Anne Sass, Sehen(d) lernen -
Einleitungsartikel
2. Dr. Sebastian Chudak, Der deutsche Film auf Erfolgskurs – warum nicht
auch im Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht?
3. Lydia Rössler, Viel weniger an Film ist mehr
4. Tina Welke, Ein Plädoyer für die Arbeit mit Kurzfilmen
Themenschwerpunkt: Ausländer in Deutschland / Landeskunde
5. Luisa Gregori / Vaclav Kubecka / Elena Tschudinova, Schwarzfahrer
6. Angelika Lundquist-Mog, „türkisch für Anfänger“ – eine Sitcom im
integrierten Sprach- und Landeskundeunterricht auch bei „Deutsch für
Anfänger“?
Didaktisierungen zu neuen Filmen
7. Claudia Salokannel, Good Bye, Langeweile: Stationenlernen zum Film
„Good Bye, Lenin!“
8. Dr. Hans Erich Herfurth, „Die fetten Jahre sind vorbei“
9. Germana D’Alessio / Martin Saurer, Sophie Scholl – Die letzten TageFilm
und Computer
10. Frank Leppert, Videosequenzen in Hot Potatoes
Film in der Lehrerfortbildung
11. Niko Georgi / Rainer E. Wicke – Treibhäuser der Zukunft - auch im
eigenen Deutsch-als-Fremdspracheunterricht
Außerdem: Kommentierte Linkliste, Glossar, Filmographie, Bücher und
Aufsätze zum Thema
Was kann, sollte, darf man von einem Themenheft der Zeitschrift
Fremdsprache Deutsch zum Einsatz von Film im Unterricht erwarten?
Ich würde mich als Leser über Antworten auf folgende Fragen
freuen: Wie geht es dem deutschen Film? Welche Filme sind geeignet für den
Unterricht? Was ist der Stand der Dinge in Bezug auf die Didaktik und
Methodik? Das Heft beantwortet bzw. streift diese Fragen, lässt dennoch ein
paar Wünsche offen. Wobei man allerdings hinzufügen muss, dass aus
Platzgründen wohl nicht jeder Wunsch erfüllt werden kann.
Auffallend ist, dass das Phänomen Film in den Beiträgen - und besonders
in ihrer Art der Didaktisierung - weder als Kunstgattung noch in einem
kulturhistorischen Kontext wahrgenommen wird, sondern eher als
kulturell-sprachliches Phänomen. Dass diese Perspektiven fehlen ist umso
befremdlicher, als die Autoren durchaus auf landeskundliche Aspekte und die
Entwicklung von Sehkompetenz verweisen. Wo Jens Hildebrand in seinem
Buch Film-Ratgeber für Lehrer [siehe Rezension unten] der Filmanalyse
verfallen zu sein scheint, wird sie in den Beiträgen in diesem Heft eher
gestreift und sind wir vollends beim Sprachunterricht gelandet. Ein Beitrag,
der filmanalytisches Grundwissen, filmhistorische Aspekte und
fächerübergreifende Ansätze aufgreift - ohne gleich in ein "Filmseminar" zu
verfallen! - hätte dem Heft gut gestanden.
Was jedoch richtig fehlt ist ein Beitrag darüber, wie Schüler im
Sprachunterricht selbst kleine Filme machen können und wie man dies
begleiten kann. Handys, mit denen man selber kleine Filme aufzeichnen kann
und Webseiten wie YouTube bedeuteten in den letzten Jahren ein
weiterer Schritt in der digitalen Revolution, bedeuten sie doch die
Demokratisierung des Filmschaffens: Selbst (kleine) Filme
machen und veröffentlichen ist heutzutage leichter als je zuvor. Sogar ein Schnittprogramm,
Windows MovieMaker ist Bestandteil einer normalen
Windows-Installation und steht also ohne Mehrkosten zur Verfügung. Gerne hätte ich einen Beitrag zu
diesem Thema eingetauscht für den Artikel Videosequenzen in Hot Potatoes.
Zuordnungsübungen und Lückentexte sind nicht gerade die Art von Aufgaben,
die man mit der Entwicklung von Medienkompetenz asoziiert. Zumal die
Erstellung solcher Aufgaben in Hot Potatoes viel Zeit kostet. Obwohl
es durchaus sinnvoll ist, darauf hinzuweisen, dass man in den neueren
Versionen von Hot Potatoes auch mit Filmfragmenten arbeiten kann, und
wie man z.B. anhand von Lola Rennt Filmsquenzen in einer
Zuordnungsübung verwenden kann, so lapidar wirkt dann der darauffolgende
Hinweis, dass man selbstverständlich kein urheberrechtlich bedenkliches
bzw. geschütztes Material in seinem Unterricht verwenden darf. Die
angebotene Alternative, eine selbstgemachte Filmsequenz zum Thema
"portugiesischen Stockfisch" ist dann ein schwacher Trost.
Man spürt in mehreren Beiträgen, dass die Autoren sich auf eine
ablehnende Haltung gefasst machen. Beim Leser, wie man vermutet, oder auch
bei dessen Vorgesetzten in der Schule vielleicht? Anscheinend bedarf es
trotz 100 Jahre Film als Kunstform und der heutigen bildzentrierten Kultur
noch reichlich Rechtfertigungsarbeit, um Filme ohne Gewissensbisse im
Unterricht einsetzen zu dürfen. Dafür liefert Anne Sass in ihrem
Einleitungsartikel dann auch reichlich Munition. Gleich zehn Gründe
werden präsentiert, warum Filme als Teil der Medienkompetenz einen Platz im
Lehrplan verdient haben. Die Autorin präsentiert auch eine praktische Typologie von
Aufgaben für den Unterricht, unterteilt in Aufgaben vor, während und nach
dem Sehen des Films.
Schade ist, dass im Heft eine übergreifende Darstellung fehlt, die
aufzeigen könnte, wie die Entwicklung der Medienkompetenz
konkret schrittweise in einer Schule oder im Fach Deutsch vor sich gehen
könnte. Hier hätte ein
Blick in Moving Images in the Classroom vom British Film Insitute
[siehe weiter unten] schon viel getan. So
bleibt es in der Regel bei praktischen Didaktisierungsvorschlägen zu
einzelnen Filmen oder Fernsehserien. Gegen letzteres ist nichts einzuwenden,
denn es gibt dadurch eine Fundgrube großer und kleiner Anregungen zur Arbeit
mit (Kurz)Filmen, die dem Leser jede Menge Ideen für den eigenen Unterricht
geben. Als problematisch erfahre ich persönlich "dicht-didaktisierte
Ansätze", die eine häufige Unterbrechung des Sehens erfordern, teilweise
stark lehrerzentriert wirken und - obwohl sie der Tiefe der Verarbeitung und
Reflexion teils zugute kommen - die Autonomie des Lerners und dessen eigenes
Lerntempo zu kanalisieren versuchen. Ich bin davon überzeugt, dass
eine gute Filmdidaktisierung immer die Gratwanderung zwischen
verzögert-analytischem Sehen und offeneren, aktiven und kreativen
Arbeitsformen beinhaltet.
Ein zweiter Grund der vermeintlich ablehnenden Haltung des Lesers ist
wohl die Zeitfrage. "Dafür habe ich doch keine Zeit im Unterricht?", zitiert
Sebastian Chudak diese Abwehrhaltung in seinem Beitrag "Der
deutsche Film auf Erfolgskurs! Warum nicht auch in DaF-Unterricht?" Wohl
auch deshalb finden sich in den Artikeln des öfteren Hinweise darauf, dass
man sich auch auf die Arbeit mit Sequenzen und Kurzfilmen beschränken kann.
Nichts gegen diese praktische Lösungen, aber eigentlich schade, dass die Autoren diese Frage nicht offensiver angegangen
sind. Wer Filme gebraucht, kann mit etwas Kreativität alle erforderlichen
sprachlichen Fertigkeiten locker unterbringen. Dann ist Film keine
Zeit fressende "Unterbrechung" zwischen "Kapitel 7 und 8" des Lehrwerks mehr,
sondern normaler Bestandteil des Unterrichts, der übliche
Arbeitsformen ersetzen kann und dazu neue Möglichkeiten und Perspektiven
bietet.
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Film: Ratgeber für Lehrer
Jens Hildebrand
ISBN 978-3-7614-2667-8
2. akt. Aufl. Dezember 2006
Aulis Verlag Deubner KG,
Köln
380 Seiten, 899 Abb., br.
Preis: € 24.50 |
Jens HildebrandFilm: Ratgeber für Lehrer
- Einführung in die Film- und Fernsehrezeption von
Kindern und Jugendlichen
- Lernziele für die Entwicklung der Film- und
Fernsehkompetenz
- Beispielanalyse des Films "The Shining" von
Stanley Kubrick und ein entsprechende Unterrichtsmodell
- Einführung in die Dramaturgie des Spielfilms sowie in weitere
Aspekte der Filmproduktion und -rezeption
- Übersicht der Fachbegriffe der Filmanalyse
(deutsch/englisch)
- Unterrichtsideen mit ausgewählten Filmen und Fernsehserien für die
Unter- bis Oberstufe, mit besonderen Bemerkungen zum Einsatz im
Fremdsprachenunterricht
- Inhaltsangaben der wichtigsten Episoden interessanter TV-Serien
- Katalog der bekanntesten und wichtigsten
Spielfilme
- Erläuterung der wichtigsten Aspekte der Bild- und Tontechnik
(Bildformate, Fernseher und Projektoren, DVD, Tonformate)
- Anhang mit Bezugsquellen für Filmmedien,
umfassendem Literaturverzeichnis und Internetadressen
Musterseiten und Inhaltsverzeichnis:
http://www.jens-hildebrand.de
Meines Wissens ist "Film: Ratgeber für Lehrer" das einzige
grundlegende Buch
eines Lehrers zum Thema Film im Unterricht. Jens Hildebrand ist - wie man
vermuten darf - Englischlehrer und dazu offensichtlich ein
leidenschaftlicher Stanley
Kubrick-Bewunderer.
Im ersten Kapitel beschreibt Hildebrand die aktuelle Film- und
Fernsehrezeption bei Kindern und Jugendlichen und - etwas unerwartet
in diesem Kapitel - Lernziele die sich aus der Forderung der Film- und
Fernsehkompetenz ableiten lassen. Die Entwicklung des Bewusstseins für die Ursachen
einer empfundenen Wirkung steht dabei im Mittelpunkt. Er geht auch auf
die Vorbehalte und Vorurteile ein, die es im Bildungswesen noch immer
gibt, wenn Forderungen nach einem ernsthafteren Umgang mit dem Medium Film
gestellt werden. Der Analyse von Kubricks The Shining geht eine
Kurzbeschreibung eines Unterrichtsmodells in acht Schritten voraus.
Daraus geht hervor, dass er in seiner Schulklasse diesen Film in
Abschnitten zeigt ("schrittweise Detailanalyse", "verzögertes Sehen") und
die thematische Einführung und Analyse größtenteils im Unterrichtsgespräch
stattfindet. Doch lässt er auch Texte aus Sicht der Figuren oder Dialoge
zwischen den Figuren im Film verfassen. Schüler sollen Aspekte
der Filmsprache und entsprechende Fachtermini beherrschen und anwenden
können, diese Aufgaben sind als "Lernerfolgskontrollen" gedacht. Der
sprachliche Aspekt im Englischunterricht kann u.a. mittels Lückentexte und
Transkribierung einzelner Passagen berücksichtigt werden. Auch erwähnt er die
Möglichkeit von Übungen um das neu erschlossene Vokabular zu sichern.
Anschließend sollen Leitmotive und Dramaturgie betrachtet werden, wobei der
Autor den Einsatz von Sekundärtexten empfiehlt. In der Phase der Bewertung
sollen Schüler Rezensionen untersuchen und eigene Kritiken verfassen. Danach
soll das Wissen über Themen, Motive, Techniken und Wirkungen geordnet und
verarbeitet werden. Man denke hier an das Erstellen von Filmpostern und
Filmprospekten oder einem eigenem Trailer zum Film. Danach kommt man zurück
auf das Thema Filmlesehfähigkeit und schildert Hildebrand, wie eine
Klausur bzw. Abiturprüfung aussehen könnte.
Dann geht's aber los! Die nächsten etwa 150 Seiten sind der
detaillierten Filmanalyse von Kubricks The Shining gewidmet. Zu
hunderten (?) von Standbildern werden jeweils Montage, Kamera, Ton,
Komposition usw. beschrieben und analysiert. So informativ dies
auch sein mag, in diesem bedrückenden Umfang fällt eine solche
Analyse in einem Buch mit diesem Titel aus dem Rahmen. Die Vermutung liegt
nahe, dass Hildebrand hier seinem Lieblingsfilm ein Monument setzen
wollte. Obwohl er durchaus betont, dass man Filme nicht "zu Tode analysieren" (S.
9) müsse, und gerade im Fremdsprachenunterricht zu überlegen sei, wieviel
Raum man der filmsprachlichen Analyse widmen sollte, dürfte diese
erschöpfende Analyse manchen Lehrer eher einschüchtern. Ab Seite 207
geht's weiter mit informativen Beiträgen zur filmischen
Dramaturgie und zum Thema Filmkritik und im dritten
Kapitel mit einer reichhaltig bebilderten Übersicht der Terminologie
der Filmanalyse
(deutsch/englisch). Wer sich über diese Themen informieren möchte wird
hier klar und anschaulich bedient. In Kapitel 4 geht es zunächst
um Ideen für Unterrichtsreihen. Das interessiert uns als
Fremdsprachenlehrer natürlich besonders. Doch insgesamt fällt die Darstellung
Ideen für Unterrichtsreihen knapp aus. Man hätte sich gerne mehr Anregungen und konkrete Beispiele gewünscht, gerade auch
im Bereich kreativer Aufgaben und selbständigen Lernens.
Hildebrand geht in diesem Abschnitt etwas ausführlicher auf das eingangs präsentierte
Phasierungsmodell ein. So thematisiert er u.a. die Vor- und Nachteile
einer verzögerten (d.h. Schüler sehen den Film nur in Abschnitten) oder
vollständigen Rezeption. Es wird klar, dass er dafür plädiert, Szenen mehrfach anzusehen, um eine grundlegende Filmanalyse zu ermöglichen doch auch im Sinne des Trainings von
Hör-/Sehverstehen. In bezug auf letzteres empfiehlt Hildebrand z.B. folgende
Arbeitsschritte: 1. Szene vorspielen, Verstehensansätze
2. Sezenenausschnitt vorspielen
3. erste Wörter und Phrasen erschließen
4. Ausschnitt erneut vorspielen, Dialog vervollständigen, evt.
transkribieren
5. inhaltlich-analystische Beschreibung
6. nächsten Ausschnitt vorspielen etc. Dies sieht meines
Erachtens nach einer Phase lehrerzentrierten Unterrichts aus die den Film an dieser Stelle
sowohl zu einem Sprachprodukt
als zu einem technisch-analytischem Gegenstand macht. Das ist an und
für sich kein Problem, doch fürchte ich, dass die Motivation und
Konzentration darunter leiden, wenn solche technische Phasen sich hinziehen und die
Schüler sich wiederholt auf zwei Aspekte gleichzeitig
konzentrieren sollen. Aufgaben wie transkribieren erscheinen mir obendrein als mühsam und recht langweilig,
zumal sie das Sehen des Films unterbrechen. So wird Film zur
Hörverständnisübung mit geschlossenen Aufgaben, die die kreativ-handelnde
Rolle des Rezipienten außen vor lässt. Jeder soll hier natürlich eigene Entscheidungen
treffen. Persönlich würde
ich mich in sprachlicher Hinsicht auf den Ton und die Untertitel verlassen
(Filme ohne Untertitel sind in vielen Fällen noch zu früh in dieser Phase
des Spracherwerbs) und lediglich einzelne inhaltliche Aspekte auswählen,
die (filmsprachlich und dramaturgisch) thematisiert werden sollen. Die Sprache sollte als natürliches
Kommunikationsmittel nicht thematisiert werden, es sei
denn, es kommt zu sprachlichen Verständnisschwierigkeiten oder es gibt
auffällige Aspekte zu beobachten.
Übungen zur Wortschatzentlastung - der Autor erwähnt z.B. die Filterung
lexikalischer Einheiten aus Dialogen - sind dann schon sinnvoller, es sei
denn sie werden zum technischen Vokabelsammeln.
Abschließend ab 4.3 ("Filmauswahl") gibt es etwa 75 Seiten mit
Empfehlungen und Kurzbeschreibungen einzelner Filme, nach Unter- oder
Oberstufe und nach Genren gegliedert. Zum Schluss dann noch einige
technische Hinweise und Internetlinks.
FAZIT: Ein tolles Buch, für diejenigen, die sich mit Aspekten der
Filmanalyse in einem schulischen Kontext vertraut machen möchten. Auch
allgemeine Informationen zur Film- und Fernsehrezeption und zu Lernzielen
in Bezug auf die Entwicklung einer Film- und Fernsehkompetenz werden klar
dargestellt. Wer allerdings ausführliche didaktisch-methodische
Tipps und konkrete Arbeitsmaterialien sucht, sollte keine allzu hohen
Erwartungen haben. Und nicht zuletzt... ein tolles Buch für Kubrick-Fans?!
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Deutsche
Filmakademie

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Die 2003 gegründete Deutsche Filmakademie - der
Berufsverband der Filmschaffenden in Deutschland - strebt eine Verankerung
des Films in deutschen Lehrplänen an. Oder wie es dort heißt: "So sollen die
Schulen endlich auch den Film in ihr Unterrichtsprogramm aufnehmen". Auf
dieser Seite auf der Webseite der Filmakademie ist ein Auszug aus der
sogenannten "Filmkompetenzerklärung" zu lesen, sowie folgendes Vorhaben:
Konkret möchte die Deutsche
Filmakademie mit Hilfe ihrer filmkompetenten Mitglieder das Projekt
VIRTUELLES LEHRBUCH verwirklichen: Die Erstellung eines virtuellen
Lehrbuches zur Geschichte, Entstehung und Grammatik des Kinos mit
praktischen Beiträgen aus allen in der Akademie vertretenen
Berufsgruppen.
Das virtuelle Lehrbuch Kino ist eine wichtige Bildungsinitiative der
Deutschen Filmakademie: Eine digitale Publikation (Internet und
CD-Rom-Version), um Schulen, Universitäten und Fortbildungsstätten
eine verlässliche didaktische Basis für den Umgang mit dem Thema Kino
an die Hand zu geben. Als Initiator und Koordinator, wird die Akademie
in Zusammenarbeit mit Projektpartnern wie z. B. der Bundeszentrale für
politische Bildung, Schulbuchverlagen und Sponsoren das virtuelle
Lehrbuch Kino als erstes umfassendes Kompendium seiner Art produzieren
und für seine flächendeckende Verbreitung in allen deutschen
Bildungsinstitutionen sorgen. So wird von der Filmakademie lebendig
gemachte Filmgeschichte und –gegenwart aus erster Hand für Schüler,
Studenten und die breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht. |
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British Film Institute

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In England hat sich das British Film Institute
(gegründet 1933!) um eine praktische Veröffentlichung auf dem Gebiet der
Filmdidaktik verdient gemacht.
Anlässlich des Berichts Making Movies matter (2000), der eine
grundsätzliche Diskussion zum Thema auslöste, erschien im Jahre 2000 eine praktische
Handreichung für den Sekundarunterricht:

Moving Images in the Classroom
- A secondary teachers' guide to using film & television
[gratis zum Download im
Education-Bereich der Webseite der BFI, siehe dort unter Teaching
Resources
- Darin werden auf schulpraktischem Niveau Acht Basisfertigkeiten
für Schüler zum Umgang mit bewegenden Bildern beschrieben.
- Auch werden Unterrichtsmethodische Vorschläge konkretisiert sowie auf
dem Gebiet der Lernziele mehrere Ebenen von Sehkompetenz
unterschieden.
- Die Autoren zeigen wie visual literacy in verschiedenen
Schulfächern und fächerübergreifend praktisch entwickelt werden kann,
warum dies ihrer Meinung nach dringend geboten ist und wie man in seiner
eigenen Schule mehr Aufmerksamkeit für das Thema generieren kann.
- Recht interessant ist auch, dass kreative Fähigkeiten - Schüler
können ja aufgrund der neuesten Technik auch selbst tätig werden und sind
nicht länger nur auf Rezeptionsaufgaben angewiesen - gebührende
Aufmerksamkeit bekommen.
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Links
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Schauen Sie sich hier
die Links an, die auf die Institutionen verweisen, die sich mit dem Thema
Film und Schule beschäftigen. |
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