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Titel und Erscheinungsjahr Der neunte Tag (2004)
Webseite zum Film Inhalt Eine Entscheidung auf Leben und Tod - neun Tage, die Abbé Henri Kremer (Ulrich Matthes) in seinen Grundfesten erschüttern, die nicht nur über sein Schicksal, sondern auch über das seiner Freunde und seiner Familie entscheiden werden. Auge in Auge mit dem Luxemburger GESTAPO-Chef (August Diehl) und seinen eiskalt kalkulierten Argumenten kommt Henri in Versuchung. Er muss am neunten Tag bekennen, auf welcher Seite er steht.
Urlaub vom KZ, das gibt es nicht - und doch widerfährt dieses Unglaubliche dem Luxemburger Abbé Kremer. Er entkommt auf Zeit diesem Ort, an dem es keinen Gott gibt. Zu Hause angekommen, muss er sich jeden Tag in der Villa Pauly bei der Gestapo melden.
Dort begegnet er dem jungen, leidenschaftlichen Karrieristen Gebhardt. Scheinen die Machtverhältnisse am Anfang klar, so entwickelt sich im Lauf der neun Tage ein wechselvolles Rede- und Gedankenduell zwischen den beiden Männern, die unterschiedlicher nicht sein könnten, wenngleich sie sich im Glauben an Gott zu ähneln scheinen. Gebhardt versucht den Älteren zu locken, zu überraschen und zu überzeugen, Kremer als Bruder im Geiste auf seine Seite zu ziehen. Als dieser sich aber nicht wie erwartet bewegt, reagiert er ungestüm und lässt die Maske des Verführers fallen. Kremer ist in diesen Tagen hin und her gerissen.
Letztlich stellt er fest, dass er ganz auf sich gestellt ist und seine Entscheidung über Leben und Tod allein fällen muss. Im entscheidenden Moment hilft kein Rat von außen, muss Kremer sich nur allein seinem Gewissen und der Frage nach Menschlichkeit verantworten. Quelle: website zum Film Didaktische Bewertung Sprachliche Verständlichkeit Ausgezeichnet, zumal die DVD mit deutschen Untertiteln aufwartet. Fazit & Filmkritik "Nazi-Filme" erschienen im Jahr 2004 reichlich: Von "Der Untergang", Napola - Elite für den Führer bis hin zu "Sophie Scholl - die letzten Tage" und eben Der neunte Tag. Inmitten dieser mächtigen Konkurrenz hatte es Der neunte Tag schwer. Obwohl die Vorhersehbarkeit der Handlung und die konventionelle Machart dieses "Kammerspiels" kritisiert wurden, hieß es auch: "Gegen den "Neunten Tag" ist "Der Untergang gewichtlos" [Kerstin Decker in Der Tagesspiegel, 10.11.2004]. Über die Mängel des Films täuschen außerdem die schauspielerischen Talente von Ulrich Matthes - im "Untergang" noch als Jospeh Goebbels zu sehen - und August Diehl leicht hinweg. Matthes, mit seinem markanten Asketengesicht ist die ideale Besetzung für einen Menschen, der die Gottes- und Menschenfrage verköpern soll. Und August Diehl fasziniert mit seiner dämonisch-kalten Brillanz als perfekter Verführer. Die Spannung in den Gesprächsduellen erreicht nicht die des Sophie Scholl-Films, ist dennoch immer da. Fazit: Keine leichte Kost, doch ein spannender Film, der zum Nachdenken anregt. In der Schule würde ich den Film in den höheren Klassen (etwa ab 5-havo/6vwo, 17 Jahre) einsetzen. Auch könnten sich ältere Schüler den Film selbständig anschauen. Interessante Diskussionsthemen wären natürlich Verrat und Treue, Gewissen und Verantwortung, sowie die Rolle der Kirche während des Zweiten Weltkrieges.
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