Rezensionen zu aktuellen deutschen Filmen, Informationen zum Gebrauch
von Filmen im Unterricht.
Für Deutschlehrer und Deutschlehrerinnen in den Niederlanden und weltweit.
Die Seiten Deutsche Filme im Unterricht sind ein
deutschsprachiger Teilbereich der
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in den Niederlanden.
Aktueller Stand (Mai 2007):52
Rezensionen online
Für Ihre Schüler (leider nur auf Niederländisch) gibt es im vaklokaal
Duits eine
Liste deutscher
Filme mit Kurzbeschreibungen.
Auch gibt es im vaklokaal im
Duitsland-ABC ein SPEZIAL:
De Duitse film toen en nu (Der
deutsche Film - früher und jetzt)
Anmerkungen, Hinweise, Lob und Kritik: Paul Goossen: info AT
duits.de
Titel und Erscheinungsjahr
Crazy (2000)
Kurzinhalt
Crazy ist die Geschichte des 16-jährigen Benjamin: Damit er im fünften
Anlauf endlich die Schule schafft, bringen ihn seine Eltern auf ein
Internat. Aber die wesentlichen Lektionen lernt er nach dem Unterricht.
Obwohl er halbseitig gelähmt ist, nimmt ihn die kleine Gruppe um seinen
Zimmernachbarn Janosch schnell auf. Die neuen Freunde helfen ihm, mit
Schuldruck, Heimweh und der kriselnden Ehe seiner Eltern zurechtzukommen.
Doch dann verlieben sich Benjamin und Janosch gleichzeitig in die hübsche
Malen...
Es handelt sich hier um die Verfilmung des autobiografischen Bestsellers
(700.000 verkaufte Exemplare) des damals 16-jährigen Debütanten Benjamin
Lebert. Das Drehbuch zum Film entstand in Zusammenarbeit mit Lebert.
Benjamin wird von seinen Eltern in ein Internat
geschickt. Er soll unbedingt sein Abitur machen. Der halbseitig gelähmte Junge
zieht dort mit seiner Clique umher, feiert an Lagerfeuern, witzelt im
Sexualkunde-Unterricht, besucht einen Striptease-Schuppen und macht erste
linkisch-zärtliche Annäherungsversuche bei der süßen Klassenkameradin Malen.
Zwischen Benjamin und dem Anführer der Clique, Janosch, entsteht eine enge
Freundschaft. Als sie entdecken, dass sie sich beide in Malen verliebt haben,
versprechen sie sich, Freunde bleiben zu wollen. Egal wie die Sache ausgeht.
Immer wenn Benjamin endlich mal mit Malen unter vier Augen sprechen kann, taucht
jedoch 'zufällig' Janosch auf. Die Freundschaft gerät immer mehr unter
Druck... [Quelle: u.a. Amazon.de]
Didaktische Bewertung
und Empfehlungen
sprachlich
DVD
mit deutschen Untertiteln! Keine Probleme also.
thematisch
ein
Volltreffer! Geeignet ab 3HAVO und höher. Schüler sind in der Regel
beeindruckt von dem Talent der beiden Hauptdarsteller und auch die Musik kommt
gut an.
Fazit:
Der Film hat sich
in meinem Unterricht bereits bewährt. Für eher prüde eingestellten Menschen
bzw. Erst- oder Zweitklässler würde ich den Film nicht empfehlen. Auf keinen
Fall handelt es sich hier jedoch um eine billige Teenager Komödie etwa nach der
Art von "American Pie" oder das deutsche Pendant "Harte
Jungs"! Der Film zeigt Ereignisse und Stimmungen ohne Belehrung und lässt
den Figuren ihre Würde ohne ins Kitschige zu kippen oder beliebig zu wirken.
Die Probleme, die die Internatsschüler im Film oft gemeinsam durchmachen sind
nicht ohne: Einer der Jungen ist Bettnässer, doch kann nicht darüber sprechen.
Benjamin muss mit seiner Behinderung zurecht kommen, seine Eltern trennen sich
und Janosch ist - obwohl immer der Anführer der Clique - eigentlich ziemlich
einsam. Dennoch ist Crazy kein sehr trauriger Film. Es gibt auch viele witzige
Szenen und das Tempo lässt keine Langeweile aufkommen.
... weitere DVD-Rezensionen:
Besonders empfohlen für den Unterricht
Kriterien: Wenig Vorwissen erforderlich, deutsche Untertitel bzw. akustisch gut verständlich, jugendgerechte Themen, normale Länge (ca. 90 Minuten)
Kriterien: Keine Untertitel bzw. sprachlich schwieriger verständlich, spezifischere Themen, inhaltlich bzw. künstlerisch
anspruchsvoller (oder gerade: anspruchslos!), mehr Vorwissen erforderlich, auch längere Filme (> 100 Min.)
Zu
anspruchsvoll oder - für die Schule - "durchgefallen"
Kriterien: Themen eher für Erwachsene, viel Vorwissen erforderlich, längere Filme, keine Untertitel bzw. sprachlich anspruchsvoll, Filme, die ich aus anderen gründen nicht im Unterricht einsetzen würde