| |
|

Fremdsprache Deutsch
Heft 36
Beim Hueber Verlag
als Printausgabe oder als kostenpflichtiger Download erhältlich, ab EUR
7,50
ISBN 978-3-19-369183-5 |
Heft 36 der Zeitschrift Fremdsprache Deutsch
(Erschienen: April 2007)Sehen(d) lernen
Heft 36 möchte aufzeigen, wie Sie den neuen deutschen
Film in Ihrem Sprachunterricht einsetzen können. Der Einleitungsartikel
erläutert grundlegend den Stand der Wahrnehmungsforschung und die
Methoden, die sich für die Arbeit mit Filmen anbieten. Die Artikel zeigen
an konkreten Didaktisierungsbeispielen, wie man das Thema im Unterricht
umsetzen kann.
1. Anne Sass, Sehen(d) lernen -
Einleitungsartikel
2. Dr. Sebastian Chudak, Der deutsche Film auf Erfolgskurs – warum nicht
auch im Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht?
3. Lydia Rössler, Viel weniger an Film ist mehr
4. Tina Welke, Ein Plädoyer für die Arbeit mit Kurzfilmen
Themenschwerpunkt: Ausländer in Deutschland / Landeskunde
5. Luisa Gregori / Vaclav Kubecka / Elena Tschudinova, Schwarzfahrer
6. Angelika Lundquist-Mog, „türkisch für Anfänger“ – eine Sitcom im
integrierten Sprach- und Landeskundeunterricht auch bei „Deutsch für
Anfänger“?
Didaktisierungen zu neuen Filmen
7. Claudia Salokannel, Good Bye, Langeweile: Stationenlernen zum Film
„Good Bye, Lenin!“
8. Dr. Hans Erich Herfurth, „Die fetten Jahre sind vorbei“
9. Germana D’Alessio / Martin Saurer, Sophie Scholl – Die letzten TageFilm
und Computer
10. Frank Leppert, Videosequenzen in Hot Potatoes
Film in der Lehrerfortbildung
11. Niko Georgi / Rainer E. Wicke – Treibhäuser der Zukunft - auch im
eigenen Deutsch-als-Fremdspracheunterricht
Außerdem: Kommentierte Linkliste, Glossar, Filmographie, Bücher und
Aufsätze zum Thema
Was kann, sollte, darf man von einem Themenheft der Zeitschrift
Fremdsprache Deutsch zum Einsatz von Film im Unterricht erwarten?
Ich würde mich als Leser über Antworten auf folgende Fragen
freuen: Wie geht es dem deutschen Film? Welche Filme sind geeignet für den
Unterricht? Was ist der Stand der Dinge in Bezug auf die Didaktik und
Methodik? Das Heft beantwortet bzw. streift diese Fragen, lässt dennoch ein
paar Wünsche offen. Wobei man allerdings hinzufügen muss, dass aus
Platzgründen wohl nicht jeder Wunsch erfüllt werden kann.
Auffallend ist, dass das Phänomen Film in den Beiträgen - und besonders
in ihrer Art der Didaktisierung - weder als Kunstgattung noch in einem
kulturhistorischen Kontext wahrgenommen wird, sondern eher als
kulturell-sprachliches Phänomen. Dass diese Perspektiven fehlen ist umso
befremdlicher, als die Autoren durchaus auf landeskundliche Aspekte und die
Entwicklung von Sehkompetenz verweisen. Wo Jens Hildebrand in seinem
Buch Film-Ratgeber für Lehrer [siehe Rezension unten] der Filmanalyse
verfallen zu sein scheint, wird sie in den Beiträgen in diesem Heft eher
gestreift und sind wir vollends beim Sprachunterricht gelandet. Ein Beitrag,
der filmanalytisches Grundwissen, filmhistorische Aspekte und
fächerübergreifende Ansätze aufgreift - ohne gleich in ein "Filmseminar" zu
verfallen! - hätte dem Heft gut gestanden.
Was jedoch richtig fehlt ist ein Beitrag darüber, wie Schüler im
Sprachunterricht selbst kleine Filme machen können und wie man dies
begleiten kann. Handys, mit denen man selber kleine Filme aufzeichnen kann
und Webseiten wie YouTube bedeuteten in den letzten Jahren ein
weiterer Schritt in der digitalen Revolution, bedeuten sie doch die
Demokratisierung des Filmschaffens: Selbst (kleine) Filme
machen und veröffentlichen ist heutzutage leichter als je zuvor. Sogar ein Schnittprogramm,
Windows MovieMaker ist Bestandteil einer normalen
Windows-Installation und steht also ohne Mehrkosten zur Verfügung. Gerne hätte ich einen Beitrag zu
diesem Thema eingetauscht für den Artikel Videosequenzen in Hot Potatoes.
Zuordnungsübungen und Lückentexte sind nicht gerade die Art von Aufgaben,
die man mit der Entwicklung von Medienkompetenz asoziiert. Zumal die
Erstellung solcher Aufgaben in Hot Potatoes viel Zeit kostet. Obwohl
es durchaus sinnvoll ist, darauf hinzuweisen, dass man in den neueren
Versionen von Hot Potatoes auch mit Filmfragmenten arbeiten kann, und
wie man z.B. anhand von Lola Rennt Filmsquenzen in einer
Zuordnungsübung verwenden kann, so lapidar wirkt dann der darauffolgende
Hinweis, dass man selbstverständlich kein urheberrechtlich bedenkliches
bzw. geschütztes Material in seinem Unterricht verwenden darf. Die
angebotene Alternative, eine selbstgemachte Filmsequenz zum Thema
"portugiesischen Stockfisch" ist dann ein schwacher Trost.
Man spürt in mehreren Beiträgen, dass die Autoren sich auf eine
ablehnende Haltung gefasst machen. Beim Leser, wie man vermutet, oder auch
bei dessen Vorgesetzten in der Schule vielleicht? Anscheinend bedarf es
trotz 100 Jahre Film als Kunstform und der heutigen bildzentrierten Kultur
noch reichlich Rechtfertigungsarbeit, um Filme ohne Gewissensbisse im
Unterricht einsetzen zu dürfen. Dafür liefert Anne Sass in ihrem
Einleitungsartikel dann auch reichlich Munition. Gleich zehn Gründe
werden präsentiert, warum Filme als Teil der Medienkompetenz einen Platz im
Lehrplan verdient haben. Die Autorin präsentiert auch eine praktische Typologie von
Aufgaben für den Unterricht, unterteilt in Aufgaben vor, während und nach
dem Sehen des Films.
Schade ist, dass im Heft eine übergreifende Darstellung fehlt, die
aufzeigen könnte, wie die Entwicklung der Medienkompetenz
konkret schrittweise in einer Schule oder im Fach Deutsch vor sich gehen könnte. Hier hätte ein
Blick in Moving Images in the Classroom vom British Film Insitute
[siehe Didaktik-Seite] schon viel getan. So
bleibt es in der Regel bei praktischen Didaktisierungsvorschlägen zu
einzelnen Filmen oder Fernsehserien. Gegen letzteres ist nichts einzuwenden,
denn es gibt dadurch eine Fundgrube großer und kleiner Anregungen zur Arbeit
mit (Kurz)Filmen, die dem Leser jede Menge Ideen für den eigenen Unterricht
geben. Als problematisch erfahre ich persönlich "dicht-didaktisierte
Ansätze", die eine häufige Unterbrechung des Sehens erfordern, teilweise
stark lehrerzentriert wirken und - obwohl sie der Tiefe der Verarbeitung und
Reflexion teils zugute kommen - die Autonomie des Lerners und dessen eigenes
Lerntempo zu kanalisieren versuchen. Ich bin davon überzeugt, dass
eine gute Filmdidaktisierung immer die Gratwanderung zwischen
verzögert-analytischem Sehen und offeneren, aktiven und kreativen
Arbeitsformen beinhaltet.
Ein zweiter Grund der vermeintlich ablehnenden Haltung des Lesers ist
wohl die Zeitfrage. "Dafür habe ich doch keine Zeit im Unterricht?", zitiert
Sebastian Chudak diese Abwehrhaltung in seinem Beitrag "Der
deutsche Film auf Erfolgskurs! Warum nicht auch in DaF-Unterricht?" Wohl
auch deshalb finden sich in den Artikeln des öfteren Hinweise darauf, dass
man sich auch auf die Arbeit mit Sequenzen und Kurzfilmen beschränken kann.
Nichts gegen diese praktische Lösungen, aber eigentlich schade, dass die Autoren diese Frage nicht offensiver angegangen
sind. Wer Filme gebraucht, kann mit etwas Kreativität alle erforderlichen
sprachlichen Fertigkeiten locker unterbringen. Dann ist Film keine
Zeit fressende "Unterbrechung" zwischen "Kapitel 7 und 8" des Lehrwerks mehr,
sondern normaler Bestandteil des Unterrichts, der übliche
Arbeitsformen ersetzen kann und dazu neue Möglichkeiten und Perspektiven
bietet.
|
| |
|

Film: Ratgeber für Lehrer
Jens Hildebrand
ISBN 978-3-7614-2667-8
2. akt. Aufl. Dezember 2006
Aulis Verlag Deubner KG,
Köln
380 Seiten, 899 Abb., br.
Preis: € 24.50 |
Jens HildebrandFilm: Ratgeber für Lehrer
- Einführung in die Film- und Fernsehrezeption von
Kindern und Jugendlichen
- Lernziele für die Entwicklung der Film- und
Fernsehkompetenz
- Beispielanalyse des Films "The Shining" von
Stanley Kubrick und ein entsprechende Unterrichtsmodell
- Einführung in die Dramaturgie des Spielfilms sowie in weitere
Aspekte der Filmproduktion und -rezeption
- Übersicht der Fachbegriffe der Filmanalyse
(deutsch/englisch)
- Unterrichtsideen mit ausgewählten Filmen und Fernsehserien für die
Unter- bis Oberstufe, mit besonderen Bemerkungen zum Einsatz im
Fremdsprachenunterricht
- Inhaltsangaben der wichtigsten Episoden interessanter TV-Serien
- Katalog der bekanntesten und wichtigsten
Spielfilme
- Erläuterung der wichtigsten Aspekte der Bild- und Tontechnik
(Bildformate, Fernseher und Projektoren, DVD, Tonformate)
- Anhang mit Bezugsquellen für Filmmedien,
umfassendem Literaturverzeichnis und Internetadressen
Musterseiten und Inhaltsverzeichnis:
http://www.jens-hildebrand.de
Meines Wissens ist "Film: Ratgeber für Lehrer" das einzige
grundlegende Buch
eines Lehrers zum Thema Film im Unterricht. Jens Hildebrand ist - wie man
vermuten darf - Englischlehrer und dazu offensichtlich ein
leidenschaftlicher Stanley
Kubrick-Bewunderer.
Im ersten Kapitel beschreibt Hildebrand die aktuelle Film- und
Fernsehrezeption bei Kindern und Jugendlichen und - etwas unerwartet
in diesem Kapitel - Lernziele die sich aus der Forderung der Film- und
Fernsehkompetenz ableiten lassen. Die Entwicklung des Bewusstseins für die Ursachen
einer empfundenen Wirkung steht dabei im Mittelpunkt. Er geht auch auf
die Vorbehalte und Vorurteile ein, die es im Bildungswesen noch immer
gibt, wenn Forderungen nach einem ernsthafteren Umgang mit dem Medium Film
gestellt werden. Der Analyse von Kubricks The Shining geht eine
Kurzbeschreibung eines Unterrichtsmodells in acht Schritten voraus.
Daraus geht hervor, dass er in seiner Schulklasse diesen Film in
Abschnitten zeigt ("schrittweise Detailanalyse", "verzögertes Sehen") und
die thematische Einführung und Analyse größtenteils im Unterrichtsgespräch
stattfindet. Doch lässt er auch Texte aus Sicht der Figuren oder Dialoge
zwischen den Figuren im Film verfassen. Schüler sollen Aspekte
der Filmsprache und entsprechende Fachtermini beherrschen und anwenden
können, diese Aufgaben sind als "Lernerfolgskontrollen" gedacht. Der
sprachliche Aspekt im Englischunterricht kann u.a. mittels Lückentexte und
Transkribierung einzelner Passagen berücksichtigt werden. Auch erwähnt er die
Möglichkeit von Übungen um das neu erschlossene Vokabular zu sichern.
Anschließend sollen Leitmotive und Dramaturgie betrachtet werden, wobei der
Autor den Einsatz von Sekundärtexten empfiehlt. In der Phase der Bewertung
sollen Schüler Rezensionen untersuchen und eigene Kritiken verfassen. Danach
soll das Wissen über Themen, Motive, Techniken und Wirkungen geordnet und
verarbeitet werden. Man denke hier an das Erstellen von Filmpostern und
Filmprospekten oder einem eigenem Trailer zum Film. Danach kommt man zurück
auf das Thema Filmlesehfähigkeit und schildert Hildebrand, wie eine
Klausur bzw. Abiturprüfung aussehen könnte.
Dann geht's aber los! Die nächsten etwa 150 Seiten sind der
detaillierten Filmanalyse von Kubricks The Shining gewidmet. Zu
hunderten (?) von Standbildern werden jeweils Montage, Kamera, Ton,
Komposition usw. beschrieben und analysiert. So informativ dies
auch sein mag, in diesem bedrückenden Umfang fällt eine solche
Analyse in einem Buch mit diesem Titel aus dem Rahmen. Die Vermutung liegt
nahe, dass Hildebrand hier seinem Lieblingsfilm ein Monument setzen
wollte. Obwohl er durchaus betont, dass man Filme nicht "zu Tode analysieren" (S.
9) müsse, und gerade im Fremdsprachenunterricht zu überlegen sei, wieviel
Raum man der filmsprachlichen Analyse widmen sollte, dürfte diese
erschöpfende Analyse manchen Lehrer eher einschüchtern. Ab Seite 207
geht's weiter mit informativen Beiträgen zur filmischen
Dramaturgie und zum Thema Filmkritik und im dritten
Kapitel mit einer reichhaltig bebilderten Übersicht der Terminologie
der Filmanalyse
(deutsch/englisch). Wer sich über diese Themen informieren möchte wird
hier klar und anschaulich bedient. In Kapitel 4 geht es zunächst
um Ideen für Unterrichtsreihen. Das interessiert uns als
Fremdsprachenlehrer natürlich besonders. Doch insgesamt fällt die Darstellung
Ideen für Unterrichtsreihen knapp aus. Man hätte sich gerne mehr Anregungen und konkrete Beispiele gewünscht, gerade auch
im Bereich kreativer Aufgaben und selbständigen Lernens.
Hildebrand geht in diesem Abschnitt etwas ausführlicher auf das eingangs präsentierte
Phasierungsmodell ein. So thematisiert er u.a. die Vor- und Nachteile
einer verzögerten (d.h. Schüler sehen den Film nur in Abschnitten) oder
vollständigen Rezeption. Es wird klar, dass er dafür plädiert, Szenen mehrfach anzusehen, um eine grundlegende Filmanalyse zu ermöglichen doch auch im Sinne des Trainings von
Hör-/Sehverstehen. In bezug auf letzteres empfiehlt Hildebrand z.B. folgende
Arbeitsschritte: 1. Szene vorspielen, Verstehensansätze
2. Sezenenausschnitt vorspielen
3. erste Wörter und Phrasen erschließen
4. Ausschnitt erneut vorspielen, Dialog vervollständigen, evt.
transkribieren
5. inhaltlich-analystische Beschreibung
6. nächsten Ausschnitt vorspielen etc. Dies sieht meines
Erachtens nach einer Phase lehrerzentrierten Unterrichts aus die den Film an dieser Stelle
sowohl zu einem Sprachprodukt
als zu einem technisch-analytischem Gegenstand macht. Das ist an und
für sich kein Problem, doch fürchte ich, dass die Motivation und
Konzentration darunter leiden, wenn solche technische Phasen sich hinziehen und die
Schüler sich wiederholt auf zwei Aspekte gleichzeitig
konzentrieren sollen. Aufgaben wie transkribieren erscheinen mir obendrein als mühsam und recht langweilig,
zumal sie das Sehen des Films unterbrechen. So wird Film zur
Hörverständnisübung mit geschlossenen Aufgaben, die die kreativ-handelnde
Rolle des Rezipienten außen vor lässt. Jeder soll hier natürlich eigene Entscheidungen
treffen. Persönlich würde
ich mich in sprachlicher Hinsicht auf den Ton und die Untertitel verlassen
(Filme ohne Untertitel sind in vielen Fällen noch zu früh in dieser Phase
des Spracherwerbs) und lediglich einzelne inhaltliche Aspekte auswählen,
die (filmsprachlich und dramaturgisch) thematisiert werden sollen. Die Sprache sollte als natürliches
Kommunikationsmittel nicht thematisiert werden, es sei
denn, es kommt zu sprachlichen Verständnisschwierigkeiten oder es gibt
auffällige Aspekte zu beobachten.
Übungen zur Wortschatzentlastung - der Autor erwähnt z.B. die Filterung
lexikalischer Einheiten aus Dialogen - sind dann schon sinnvoller, es sei
denn sie werden zum technischen Vokabelsammeln.
Abschließend ab 4.3 ("Filmauswahl") gibt es etwa 75 Seiten mit
Empfehlungen und Kurzbeschreibungen einzelner Filme, nach Unter- oder
Oberstufe und nach Genren gegliedert. Zum Schluss dann noch einige
technische Hinweise und Internetlinks.
FAZIT: Ein tolles Buch, für diejenigen, die sich mit Aspekten der
Filmanalyse in einem schulischen Kontext vertraut machen möchten. Auch
allgemeine Informationen zur Film- und Fernsehrezeption und zu Lernzielen
in Bezug auf die Entwicklung einer Film- und Fernsehkompetenz werden klar
dargestellt. Wer allerdings ausführliche didaktisch-methodische
Tipps und konkrete Arbeitsmaterialien sucht, sollte keine allzu hohen
Erwartungen haben. Und nicht zuletzt... ein tolles Buch für Kubrick-Fans?!
|
| |
|

Sonderheft
Was tut sich im detuschen Film?
EPD Film in Zusammenarbeit mit dem DIF (Deutsches Filminstitut) und dem
Deutschen Filmmuseum Frankfurt am Main
April 2007
Preis: € 4,90 zzgl. Versandkosten |
Sonderheft - April 2007
"Was tut sich -
im deutschen Film"
Seit Mai 2005 verfolgt die Veranstaltungsreihe Was tut sich
– im deutschen Film? aktuelle Tendenzen im deutschen Kino. Nun werden die
Werkstattgespräche mit 16 Filmschaffenden, darunter Wim Wenders, Andreas
Dresen und Christian Petzold, veröffentlicht. Das Sonderheft gibt
Positionsbestimmungen, liefert eine Bestandsaufnahme und ermöglicht
spannende Einblicke in ihre Arbeitsweisen.
Essays
Die dritte Generation
Neue Themen - von Georg Seeßlen
Neue Gesichter
Schauspieler - von Rainer Gansera
Auf der Suche nach dem Glück
Dokumentarfilm - von Silvia Hallensleben
15 Regiseurinnen und Regisseure im Gespräch mit den epd Film-Autoren
Wim Wenders - Don´t come knocking
Christian Petzold - Gespenster
Rudolf Thome - Rauchzeichen
Volker Schlöndorff und Ulrich Matthes - Der neunte Tag
Marc Rothemund - Sophie Scholl
Florian henckel von Donnersmarck - Das Leben der Anderen
Jutta Brückner- Hitlerkantate
Bülent Akinci - Der Lebensversicherer
Ayse Polat - En Garde
Hans Steinbichler -Winterreise
Benjamin Heisenberg - Schläfer
Angelina Maccarone - Verfolgt
Robert Thalheim - Netto
Andreas Dresen - Sommer vorm Balkon
Rosa von Praunheim - Männer, Helden, schwule Nazis
Infos und Bestellung:
http://www.epd-film.de |
| |
|
Wolfgang Jacobsen/Anton Kaes/Hans Helmut Prinzler (Hrsg.)
Geschichte des deutschen Films
2., aktualisierte und erweiterte Auflage, 2004.
666 Seiten, 320 s/w Abb. Gebunden.
Metzler Verlag
Euro 49,95/CHF 80,-
ISBN 3-476-01952-7
|
Wolfgang Jacobsen/Anton Kaes/Hans Helmut Prinzler (Hrsg.)
Geschichte des deutschen Films
Seit ihrem Erscheinen 1993 gilt diese "Geschichte des deutschen
Films" als ein internationales Standardwerk der
Filmgeschichtsschreibung, das 2004 - überarbeitet und um ein Kapitel zum
deutschen Film der neunziger Jahre ergänzt - neu vorgelegt wurde. Der
erste Teil des Buches enthält einen Abriss über die wichtigsten
filmgeschichtlichen Epochen. Anhand exemplarischer Filme und ihrer
Regisseure wird die Geschichte des Films anschaulich dargestellt.
Schwerpunkte liegen auf den Zwanziger Jahren, als der deutsche Film
erstmals Weltgeltung errang, und auf der Zeit seit 1945 mit der
Entwicklung hin zum "Autorenfilm". Der zweite Teil hat
thematische Querschnitte zum Inhalt. Hier geht es um Genres, Ideen,
Motive, um die politische Dimension des Films und das Publikum. Eine
Chronik erschließt die wichtigsten Daten zum deutschen Film, eine
Bibliographie nennt weiterführende Literatur. Mit zahlreichen
Abbildungen von über einhundert Jahren deutscher Filmgeschichte.
TIP: Lesen Sie die
vergleichende Rezension zu diesem Buch und zu "Film in
Deutschland" (siehe unten) auf www.literaturkritik.de |
| |
|
 Sabine Hake
Film in Deutschland. Geschichte und Geschichten seit 1895.
Taschenbuch, 399 Seiten
Aus dem Amerikanischen, deutsch von: Thiel, Roger
Verlag: Rowohlt ( 2003)
ISBN: 978-3499556630
EUR 14,90 |
Sabine Hake Film in
Deutschland
Geschichte und Geschichten seit 1895.
"Vom Kino der Kaiserzeit, der Weimarer Republik und des Dritten Reichs
führt der Überblick zu den komplizierten Beziehungen der Filmgeschichte
nach 1945 bis hin zu den neuesten Entwicklungen im wiedervereinigten
Deutschland. Skizziert werden die ökonomischen, politischen, sozialen und
kulturellen Bedingungen des Filmschaffens, diskutiert werden die
berühmtesten, populärsten und typischsten Filme mit Blick auf die sich
verändernden Definitionen von filmischer Darstellung, gesellschaftlicher
Wirklichkeit und nationaler Identität. Im Mittelpunkt stehen die Elemente
des Unterhaltungskinos und dessen vielfältiges Verhältnis zum
künstlerischen und politischen Film."
Die in Deutschland geborene "hauptsächlich auf dem Gebiet des deutschen
Films arbeitende Filmhistorikerin" Sabine Hake lehrt heute an einer
texanischen Universität. In den USA wurde 2002 ihr Werk "German National
Cinema" veröffentlicht, was nun in übersetzter, überarbeiteter und
aktualisierter Fassung einen komprimierten Überblick über den "Film in
Deutschland" gibt.
TIP: Lesen Sie die
vergleichende Rezension zu diesem Buch und der "Geschichte des
deutschen Films" (siehe oben) auf www.literaturkritik.de |
| |
|
James Monaco
Film verstehen
Rororo Taschenbuch (2000, 704 Seiten)
EUR 15,90
ISBN 3499606577
|
James Monaco
Film verstehen
Kunst, Technik, Sprache, Geschichte und Theorie des
Films und der Medien. Mit einer Einführung in Multimedia
"Film verstehen" schlüsselt alle Aspekte des Mediums und
ihre Beziehung zueinander auf. Anschaulichkeit der Vermittlung, Sorgfalt
der Bebilderung und Klarheit der Argumentation machen selbst schwierige
Sachverhalte - wie Filmtechnik oder Semiotik des Films - ohne
Vorkenntnisse zugänglich. Bereits die erste Ausgabe wurde von
Filmkritikern gefeiert. Mittlerweile ist dieses Werk international ein
Klassiker. Die Neuausgabe wurde vollständig überarbeitet und bezieht
die neuesten Entwicklungen in den elektronischen und interaktiven Medien
mit ein. Sie wird durch das Lexikon der Fachbegriffe "Film und Neue
Medien" ergänzt.
|
| |
|
Claude Chabrol
Wie man einen Film macht
Autorenhaus Verlag, 2004 (96 Seiten)
EU 9,80
ISBN 3932909461
|
Claude Chabrol
Wie
man einen Film macht
Wie
man einen Film macht enthält die Essenz seiner Erfahrungen und
Techniken aus fast einem halben Jahrhundert Filmemachen. Chabrols
manchmal ironische und pointierte Ansichten wie: "Produzenten sind
zu allem fähig. Entweder muss man ihnen freundlich erklären, dass ihre
Forderungen extravagant sind, oder ihnen in ihr Delirium folgen."
machen das Bändchen zum Lesevergnügen.
Auch in seinen Äußerungen über die Zusammenarbeit mit
Schauspielern ist Chabrol ganz offen: "Es ist sehr angenehm, mit
Frauen zu arbeiten, denn sie sind, weil sie gefallen möchten, technisch
gesehen sehr gut." Zu den männlichen Schauspieler, die
gelegentlich in Konkurrenz zum Regisseur treten, bemerkt er:
"Vielleicht stört es sie, Puder auf dem Gesicht zu haben, und sie
wollen zeigen, dass sie trotzdem viril sind."
Der legendäre Filmemacher wurde im Dezember 2003
mit dem Europäischen Filmpreis geehrt.
|
Zeitschriften
| |
|
|

|
EPD-Film - Das Kino Magazin
TIP!
Renommierte Filmzeitschrift des Evangelischen Presse Dienstes.
Monatlich aktuelle und fundierte Filmkritiken, ausführliche Berichte zu
nationalen und internationalen Filmfestivals, Trends, Reportagen und
Insider-Informationen rund um das Thema Film, Essays zur Filmgeschichte,
Vorstellung neuer Filmbücher, DVDs und Filmmusik, Fernsehtipps, etc.
Auch online sind einige Beiträge aus dem Heft abrufbar. Web-Archiv ab
1997.
http://www.epd-film.de
|
| |
|
 |
Film Dienst
Herausgegeben von der Katholischen Filmkommission für Deutschland.
Alle 14 Tage Kritiken zu allen Filmen, die im Kino starten, Informationen,
ob der Kinobesuch lohnt. Dazu gibt es Reportagen, Porträts, Interviews,
Festivalberichte und die regelmässige Kolumne ‹Aus Hollywood›, damit Leserin
und Leser wissen, was läuft. Die ständige Beilage ‹film im fernsehen› gibt
kurze Hinweise zu allen Spielfilmen, die auf deutschsprachigen TV-Kanälen
laufen www.filmdienst.de
|
|